Das aktuelle Wetter NRW 19°C
Serie - Kinderspiel!

Von wegen Federball

04.02.2010 | 14:12 Uhr
Von wegen Federball

Castrop-Rauxel. Badminton steht für Kinder und Jugendliche beim Turnerbund Rauxel hoch im Kurs. Konzentration, Schnelligkeit, gute Reflexe und Reaktionen, Kondition sowie taktisches Denken sind gefordert.

Der Unterschied zwischen Federball und Badminton? Na, den kennt doch wohl jedes Kind: „Beim Federball spielt man miteinander, beim Badminton gegeneinander”, erklärt Leonie Boldt. Leonie ist neun Jahre alt und wechselte kürzlich von der Wiese im Garten auf das Spielfeld in der Halle, tauschte den schweren gegen den leichten Schläger. Die Schülerin spielt nämlich seit einiger Zeit Badminton im Turnerbund Rauxel 1892.

„Es macht viel Spaß”, sagt Leonie kurz und bündig. Früher, da habe sie ja immer Federball im Garten gespielt. „Ich kannte aber jemanden hier im Verein und wollte dann auch hierher”, erzählt die Neunjährige weiter. Sie schnupperte also schließlich Trainingsluft - und blieb beim Badminton.

Kinder lernen beim Turnerbund Rauxel TBR in Castrop-Rauxel das Badmintonspiel. Foto: Joseph-W. Reutter / WAZ FotoPool

„Ich bin aber jetzt noch nicht so lange hier dabei”, so Leonie, die gemeinsam mit dem ebenfalls neunjährigen Kai Nümann zu den Jüngsten in der Abteilung des TBR zählt. „Aber ich habe schon viel gelernt”, fügt die Sportlerin schnell noch hinzu. „Aufschlag”, nennt sie das Erlernte, „Und hin und her spielen.” Sehr anstrengend und schnell sei Badminton, aber eben auch sehr spaßig. „Federball spiele ich jetzt nicht mehr, höchstens mal im Sommer, aber dann auch nur mit einem Netz”, betont Leonie.

Bis dahin will sie weiterhin fleißig in der Halle der Fridtjof-Nansen-Realschule trainieren. „Den Aufschlag muss ich nämlich noch üben.” Der sei schon schwierig. Leonie erklärt: „Man muss den Schläger richtig halten, richtig stehen und richtig schlagen.”

Ja, Badminton sei nun einmal ein anspruchsvoller Sport, sagt der Jugendtrainer Jörg Dolling. Er betreut derzeit gemeinsam mit einem weiteren Coach rund 35 Kinder und Jugendliche. „Sie sind im Alter zwischen neun und 18 Jahren”, so Dolling.

Die Jüngsten führe er zunächst langsam an den Sport heran, mache einige Schlagübungen, Taktik und Technik seien dabei noch nicht so entscheidend. Dolling: „Es geht viel mehr um die Freude an der Bewegung.”

Sport sei nämlich so wichtig. „Der ist besser als vor dem Computer zu sitzen”, unterstreicht der Trainer die Bedeutung. Sport sei real, ganz im Gegensatz zu Videospielen. „Hier kommen die Kinder mit anderen zusammen, wodurch sie Teamfähigkeit entwickeln”, erläutert Dolling.

Teamfähigkeit wiederum sei auch später im Berufsleben eine überaus wichtige Tugend. Jörg Dolling versucht den Kindern, dies zu vermitteln, lässt ihnen dabei aber stets den nötigen Freiraum. „Sie können sich hier erst einmal ausprobieren, ihre Fähigkeiten entdecken”, sagt der Trainer, der sich über jedes neue Gesicht freut. „Nachwuchssorgen haben wir nicht, aber neue Spieler sind natürlich immer gerne gesehen”, so Dolling. Wer kommt, muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass dieser Sport nicht ohne ist: Er erfordere hohe Konzentration, Schnelligkeit, gute Reflexe und Reaktionen, Kondition sowie taktisches Denken.

Aber eines ist dabei nicht zu vergessen: „Badminton macht Spaß!”

Sabine Latterner

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2484743/create

Aktuelle Fotos und Videos
Laufen in Ickern
Bildgalerie
Volkslauf
Im Hallenbad
Bildgalerie
Nachwuchsschwimmen
Echte Meister
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Kuhn-Elf erkämpft Unentschieden
Fußball: Bezirksliga
Die Zuschauer am Habichthorst sahen eine hitzige Partie – VfB-Trainer Kuhn wurde beim 1:1 des Platzes verwiesen.
Wacker enttäuscht beim Absteiger
Fußball: Bezirksliga
Tief enttäuscht zeigte sich Wacker Obercastrops zum Saisonende scheidender Trainer Uwe Esser nach der 0:1-Niederlage seiner Mannschaft beim schon feststehenden Absteiger TuS Rahm.