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Leichtathletik – Herner Silvesterlauf

Uliczka hängt Konkurrenz in Rekordzeit ab

01.01.2013 | 16:51 Uhr
Die Nummer Eins des Herner Silvesterlaufes: Olympiateilnehmer Steffen Uliczka holte sich seinen fünften Sieg im Gysenbergpark.Foto: Gero Helm

Er kam zurück, sah, und siegte: Steffen Uliczka, Olympiateilnehmer in London, bleibt der König des Herner Silvesterlaufes.

Nach seinen vier Erfolgen am Gysenberg von 2006 bis 2009, dem Ausfall in 2010 und seiner Stippvisite 2011 bei einem Einladungslauf in Österreich kehrte der mehrfache deutsche 3000-Meter-Hindernismeister zurück nach Herne – und setzte sich gleich wieder die Krone auf.

Der Siegeslauf des 28-Jährigen von der SG TSV Kronshagen/Kieler TB war der Höhepunkt des traditionellen sportlichen Jahresausklangs in Herne, der wieder weit über 1000 Sportlerinnen und Sportler sowie viele Hundert Zuschauer in den Gysenbergpark lockte. Riesig war der Applaus für Steffen Uliczka, als der einsam und alleine aus dem Wald auftauchte und sich ohne erkennbare Anstrengung dem Ziel näherte.

Jetzt galt der Blick nur noch der Uhr. Würde erstmals beim Herner Silvesterlauf die 30-Minuten-Marke geknackt werden? Am Ende blieb das digitale Zählwerk bei 30:10 Minuten stehen. Neuer Streckenrekord, denn damit unterbot Uliczka seine bisherige Bestzeit aus dem Jahr 2008 um fünf Sekunden.

Packender Kampf um die Plätze

36. Herner Silvesterlauf

Seiner Konkurrenz hatte der Kieler diesmal bereits nach 800 Metern die Fersen gezeigt und lief dann einem souveränen Sieg entgegen. Auf der langen Zielgeraden entwickelte sich nur noch ein packender Kampf um die Plätze. Im Endspurt setzte sich schließlich Fynn Schwiegelshohn (31:19, LG Olympia Dortmund) vor Jonas Beverungen (31:23, TV Wattenscheid 01), Erik Somssich (31:26, LG Regensburg), Fabian Dillenhöfer (31:28, LG Olympia Dortmund) und Karol Grunenberg (31:36, ASV Duisburg) durch. Vorjahressieger Manuel Meyer (31:44, TV Wattenscheid 01) musste sich mit Rang sieben begnügen, durfte sich aber mit dem Sieg der Altersklasse M30 trösten.

„Unglaublich, das sind alles noch fantastische Zeiten“, war Klaus Alhorn, Cheforganisator des Ausrichters SC Westfalia Herne, begeistert. Und das galt natürlich auch für die Siegerzeit bei den Frauen. Hier setzte sich, wie bei ihrem Premiere-Lauf 2011, die für den TV Wattenscheid 01 startende Äthiopierin Eleni Gebrehiwot in 33:09 Minuten durch. Damit verbesserte sie den von ihr selbst aufgestellten Streckenrekord gleich um 19 Sekunden. Platz zwei belegte wie im Vorjahr Carolin Aehling (33:46, LG Coesfeld), Dritte wurde die Bochumerin Rebecca Zimmermann (41:46). Den Sonderpreis als beste Hernerin sicherte sich erneut die vereinslose Ulrike Lange (44:43), die in der Gesamtwertung der Frauen den zwölften Platz belegte.

Windböe sorgt für Schrecksekunde

Zwischen den Läufen hatten die Organisatoren und vor allem zwei Athletinnen des Baukauer TC einige Schrecksekunden zu überstehen. Zum Ende des 5 km-Laufes fegte eine Windböe das Zielgerüst aus der Verankerung und traf die beiden Läuferinnen, die sich zu diesem Zeitpunkt noch als Zuschauerinnen dort aufhielten. „Zum Glück ist bis auf eine Beule und eine leichte Armverletzung nichts Schlimmeres passiert. Die Beiden haben anschließend sogar noch den Zehn-Kilometer-Lauf absolviert“, konnte Klaus Alhorn durchatmen.

Uwe Ross



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