TuS Ickerns Nachwuchs wächst in Schweden zusammen

Erstmals hat der TuS Ickern mit zwei weiblichen C-Jugendteams am Partille Cup im schwedischen Göteborg teilgenommen, der als größtes Jugendhandball-Turnier der Welt gilt. Trainer Jörg Hansmeyer blickt im Interview auf die ereignisreichen Tage zurück.

Castrop-rauxel.. Herr Hansmeyer, wie zufrieden sind Sie mit dem Auftritt beim Partille Cup?

Dafür, dass es unser erster Auftritt dort war, haben wir ein wirklich gutes Turnier gespielt. In sportlicher Hinsicht gilt dies natürlich vor allem für unser "G13"-Team mit den Mädchen des Jahrgangs 2002, das ohne Niederlage Erster in der Vorrunden-Gruppe geworden ist.

Wie groß war die Enttäuschung, dass das Turnier dann gleich mit der ersten Niederlage in der Runde der besten 32 Teams beendet war?

Das war natürlich ein bisschen schade. Aber man muss dieses 12:19 gegen HK Aranäs auch realistisch einordnen. Das war eine Mannschaft aus Göteborg mit Spielerinnen, die mit diesem Turnier zum Teil seit Jahren vertraut sind. Für uns war es hingegen eine völlig neue Erfahrung unter freiem Himmel und auf Kunstrasen zu spielen.

Im Gegensatz zur "G13" lief es für die Mädchen des Jahrgangs 2001, die ohne Sieg blieben, nicht ganz so gut. Wie fällt hier Ihre Bilanz aus?

Es tat mir ein bisschen leid, dass es für das "G14"-Team nicht so gut gelaufen ist. Aber im Endeffekt hat es auch diesen Spielerinnen gut gefallen. Das Drumherum, der besondere "Spirit" des Partille Cup, hat sehr viel ausgemacht. Auch außerhalb de Spielfelder gab es viele interessante Begegnungen mit anderen Mannschaften und Trainern. Auf der Busfahrt nach Hause haben wir alle Spielerinnen gefragt, ob sie mit dabei wären, wenn wir im kommenden Jahr wieder beim Partille Cup antreten sollten. Alle haben ,ja' gesagt.

Sie waren nicht nur Trainer, sondern als Arzt auch für die medizinische Betreuung zuständig. Was waren in dieser Hinsicht die größten Herausforderungen?

Es gab einige Blessuren, weil zum Teil die Gangart der Gegnerinnen recht hart war. Im Spiel gegen die chinesische Nationalmannschaft ist zum Beispiel Leonie Heinermann von hinten regelrecht angesprungen worden. Neben den Verletzungen waren aber vor allem die hohen Temperaturen eine Herausforderung. Es war in Schweden zwar nicht ganz so heiß wie hier, aber auch bei 28 Grad muss man darauf achten, dass man beim Sport viel trinkt.

Das erste C-Jugendteam hat die Qualifikation für die Oberliga geschafft. Konnten Sie in Göteborg Erkenntnisse im Hinblick auf die neue Saison gewinnen?

In sportlicher Hinsicht kann man sicherlich kaum Rückschlüsse ziehen, zumal ja in der Liga die Mädchen der Jahrgänge 2001 und 2002, die in Schweden als separate Teams gespielt haben, zusammen antreten werden. Wichtig war die Reise nach Schweden aber sicherlich in anderer Hinsicht: Das Gemeinschaftsgefühl ist stärker geworden.

Wann beginnen Sie konkret mit der Vorbereitung auf die neue Spielzeit?

Unsere Vorbereitungen beginnen direkt nach dem Sommerferien mit einem dreitägigen Trainingscamp. Danach ist unter anderem die Teilnahme an einem großen Turnier in Gevelsberg geplant. Hinzu kommt nicht zuletzt das eigene Jugendturnier des TuS Ickern, bei dem wir ausschließlich auf Oberliga-Teams treffen werden.