TuS Ickern gleicht Punktekonto aus - die Ergebnisse

Der TuS Ickern hat am Samstagabend seinen fünften Sieg in der laufenden Saison in der Handball-Landesliga gefeiert. Auch die HSG Rauxel-Schwerin konnte siegen. Die Damen des Castroper TV waren am Sonntagabend gefordert und mussten sich im Duell mit dem Team des Ex-Trainers geschlagen geben.

CASTROP-RAUXEL.. Landesliga
TuS Ickern - DJK Westfalia Welper33:25 (13:10)


In der Tabelle verteidigte der TuS, der nun wieder über ein ausgeglichenes Punktekonto (10:10) verfügt, damit seinen sechsten Platz. "Das ist genau das, was ich mir gewünscht hatte", kommentierte der Ickerner Trainer Ralf Utech zufrieden. Allerdings hatten die Gäste aus Hattingen, die als Achter in den Spieltag gegangen waren, den Ickernern zunächst Probleme bereitet. "Mit der offenen 4:2-Deckung von Welper haben wir uns zunächst schwer getan", berichtete Utech.

Matchstrafe für Kuczpiol

Somit entwickelte sich in der Sporthalle an der B235 eine umkämpfte Partie, in der die Gastgeber zwar immer wieder in Führung gingen, aber bis kurz vor der Pause keinen nennenswerten Vorsprung behaupten konnten. Erst dann gelang es dem TuS, auf 13:10 zu erhöhen. Als die Teams die Kabine gingen, war die Partie für den Ickerner Julian Kuczpiol bereits beendet. Die Schiedsrichter hatten ihn nach einer Abwehraktion mit einer Matchstrafe belegt. Aus TuS-Sicht eine äußerst umstrittene Entscheidung. "Julian hat klar den Ball gespielt", befand Utech, der somit frühzeitig einen wichtigen Akteur auf der Rückraum-Mittelposition ersetzen musste.


Dennoch gewannen die Ickerner im zweiten Durchgang eindeutig die Oberhand auf dem Parkett. Die Gäste aus Hattingen mussten offenbar ihrem aufwendigen Defensivspiel Tribut zollen. Utech: "Man hat gemerkt, dass bei Welper die Kräfte nachließen." Immer häufiger kassierten die Hattinger Zeitstrafen. Die Überzahlsituationen nutzte der TuS konsequent aus. Vor allem Pascal Ulrich mit insgesamt acht Toren und Maurice Zendrowski (7) erwiesen sich als treffsichere Schützen. Somit konnten sich die Gastgeber am Ende einen deutlichen Erfolg mit acht Toren Vorsprung erspielen, den Utech als "auch in dieser Höhe verdient" bewertete.


TEAM UND TORE
ICKERN:
Dick, Busche; V. Esser (2), J. Esser (3), Knauf (3), Kresse (3), Höfer (1), R. Sachweh, B. Böcking (4), Kuczpiol (1), C. Böcking, Ulrich (8/3), Zendrowski (7).

Bezirksliga
FC Erkenschwick - HSG Rauxel-Schwerin25:27 (11:13)


Die HSG Rauxel-Schwerin hat ihre Negativserie in der Handball-Bezirksliga beendet. Am zehnten Spieltag gewannen die Castrop-Rauxeler, die jetzt den sechsten Platz belegen, mit 27:25 (13:11) beim Elften FC Erkenschwick. In den Wochen zuvor hatte die HSG vier Ligaspiele in Folge verloren.


Dabei hatte das Gastspiel am Samstagabend in der Erkenschwicker Willi-Winter-Sporthalle nicht gerade vielversprechend für die Castrop-Rauxeler begonnen. Nach dem Ausfall von Rechtsaußen Stephan Cromme (Knieverletzung) musste auch der zweite Spieler für diese Position, Pascal Meyer, passen. Er hatte nach dem Warmmachen über Schulterprobleme geklagt.


Wieser in Manndeckung


Dennis Zinfert und Lukas Zöpel, die etatmäßig die rechte Rückraum-Position einnehmen, teilten sich den vakanten Posten auf Rechtsaußen. Offenbar kam das Team damit gut zurecht, denn die HSG lag im ersten Durchgang fast durchgehend in Führung.


Auch eine taktische Maßnahme der Erkenschwicker, die Björn Wieser über die gesamte Spielzeit hinweg in Manndeckung nahmen, fruchtete nicht. "Das hat uns eher mehr Räume eröffnet", befand Sebastian Clausen, der den berufsbedingt verhinderten HSG-Trainer Gerald Raasch vertrat. Andere Spieler sprangen für Wieser in die Bresche: Lukas Zöpel traf acht Mal, Janis Braun war sechs Mal erfolgreich.Erkenschwick kam zwar zu Beginn des zweiten Durchgangs noch einmal zum 16:16, konnte den Sieg der HSG aber nicht verhindern.


TEAM UND TORE
RAUXEL-SCHWERIN: Weinert; L. Zöpel (8), Zinfert (5), Soumagne (5), Pinzler (1), Braun (6/1), Materna (1), Wieser (1), Schießl.

Bezirksliga, Frauen
PSV Recklinghausen 2 - Castrop TV24:21 (12:7)


Der Castroper Trainer Jan Schimmelmann konnte nur mit einer Minimalbesetzung in die Kreisstadt reisen. Erfreulich aus Sicht des Übungsleiters war allerdings die Tatsache, dass sich Denise Becker - anders als zunächst erwartet - doch zur Verfügung gestellt hatte und der Kader somit immerhin eine Wechseloption bot.


Rückraumspielerin Becker war, mit Kreisläuferin Romina Machtenberg, auch maßgeblich für die stärkste Phase des CTV in der Schlussviertelstunde verantwortlich. "Das war eine enorme Energieleistung", lobte Schimmelmann. Castrop kam noch von 16:22 auf 21:24 heran.


TEAM UND TORE
CASTROP: Löwer; Machtenberg (1), Gerhardus (5/1), Scheurer (5), Krüger (2), Ellert, Schimmelmann (3), D. Becker (5/2).