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TuS Ickern blickt nach unten

12.02.2012 | 19:29 Uhr
TuS Ickern blickt nach unten

Das Team von Stephan Pade verliert beim Vorletzten. Rote Karten für Björn Böcking und Sascha Knauf

SG Dortmund-Süd -
TuS Ickern25:23 (12:7)

Ickern: Ziesmann, Agatz - K. Esser (7/1), Rodammer (9/2), Pensky (2), Ulrich, V. Esser, Knauf (2), Kresse, Karsifi, Böcking, Sachweh, J. Esser (3).

Bei einem Sieg hätte der TuS Ickern das Thema Abstieg erst einmal zu den Akten legen können. Für die SG Dortmund-Süd wäre es nämlich mehr als schwer geworden. Jetzt wird es aber wieder richtig spannend im Tabellenkeller der Landesliga. Gegen den Vorletzten aus der Nachbarstadt verlor das Team von Trainer Stephan Pade mit 23:25. Zur Pause lagen die Ickerner sogar mit 7:12 zurück.

Zwei Minuten waren gespielt, da musste Leistungsträger Kilian Esser schon verletzt raus, die Wade zwickte. Esser biss zwar auf die Zähne, doch er versuchte es erst im zweiten Durchgang wieder. Und es sollte sogar noch schlimmer kommen.

Nach sieben Minuten war dann nämlich auch für Björn Böcking Schluss. Der Schiedsrichter hatte ihm die Rote Karte gezeigt, Böcking soll seinem Gegenspieler bei einer Deckungsaktion ins Gesicht geschlagen haben, Stephan Pade sah das anders. „Das war eher auf Verdacht“, schimpfte er.

Sechs Minuten später folgte der nächste Platzverweis, die nächste Rote Karte für den TuS. Diesmal traf es Sascha Knauf. Aus Reflex griff Knauf seinem Gegenspieler in den Wurfarm, der Platzverweis ging in Ordnung. Das sah auch Stephan Pade so.

Die Dortmunder nutzen die Unruhe im Ickerner Spiel gnadenlos aus, sie bestimmten das Spiel und bauten ihre Führung aus. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich in der Sporthalle im Stadtteil Wellinghofen wenig.

Die SG Dortmund-Süd war die eindeutig bessere Mannschaft und suchte die Entscheidung. Nach 43 Minuten lagen die Ickerner mit acht Toren in Rückstand. Die Partie war gelaufen.

Pade stellte sein Team aber noch einmal um. Mit Erfolg: Der TuS kämpfte sich durch gelungene Aktionen zurück ins Spiel und drückte endlich aufs Tempo. Bis auf ein Tor kamen die Ickerner sogar heran. Vor allem Nils Rodammer traf jetzt aus allen Lagen. Und auch Torwart Tristan Ziesmann verdiente sich einmal mehr ein Sonderlob seines Trainers.

Zum Sieg reichte es aber nicht mehr, sodass sich die Ickerner wieder nach unten orientieren müssen. „Es ist auffällig, dass wir nur fünf Torschützen in unseren Reihen haben. Von den Außenpositionen kommt da einfach viel zu wenig. Daran müssen wir arbeiten“, erklärt Pade.

Christoph Winkel

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