Trainer Podlewski: Viele Spieler sind für ein Tor gut

Die B-Junioren des SV Wacker Obercastrop vertreten als Kreisliga A-Meister am Sonntag, 6. Juni, den Fußballkreis Herne/Castrop-Rauxel in der Bezirksliga-Aufstiegsrunde. Wacker-Trainer David Podlewski spricht im Interview über die Erfolgsaussichten seiner Truppe sowie seine persönlich Zukunft.

Castrop-rauxel.. Herr Podlewski, am vergangenen Mittwoch hat Ihnen die Spvg Schwerin mit einem Sieg gegen ihren ärgsten Konkurrenten BV Herne-Süd zum Titelgewinn verholfen. Werden Sie sich dafür erkenntlich zeigen?

Sicherlich lassen wir uns innerhalb des Teams etwas einfallen für die Schweriner, 'mal sehen.

Am Ende hatten Sie und Ihre Spieler jeweils drei Punkte Vorsprung auf Schwerin II und Herne-Süd. Worin sehen Sie Ihr Erfolgsrezept?

Ich denke, unsere größte Stärke ist die Flexibilität in der Offensive. Wir haben keinen richtigen Torjäger. Bei uns sind viele Spieler immer für ein Tor gut. Die Spieler kennen sich zudem zum Großteil in- und auswendig, da sie seit drei Jahren zusammenspielen - und zum dritten Mal einen Meister-Titel geholt haben.

Sie haben also eine gestandene Truppe zusammen. Wie schätzen Sie die Chance ein, dass Ihr Team eine der beiden Aufstiegs-Fahrkarten löst?

Unsere Chancen für die Aufstiegsrunde kann ich gar nicht so genau einschätzen, da wir die Qualität der Gegner noch nicht kennen. Sicherlich werde ich mich aber da noch schlau machen. Wir schauen von Spiel zu Spiel und werden auf jeden Fall alles geben.

Im Falle des Aufstieges: Wird der SV Wacker eine Mannschaft auf die Beine stellen können, die in der Bezirksliga bestehen kann? Mahnendes Beispiel ist ja die SG Castrop, die ohne Sieg wieder abgestiegen ist.

Da ich zur neuen Saison nicht mehr Trainer beim SV Wacker sein werde, sondern zu den U17-Junioren von Westfalia Herne wechseln werde, kann ich nicht genau sagen, wie die Qualität der neuen Mannschaft ist. Darum kümmert sich unser Vorsitzende Thomas Stiebitz zusammen mit dem neuen Trainer. Sicherlich ist die SG Castrop ein Beispiel dafür, wie es nicht laufen sollte. Unabhängig davon haben wir allerdings nichts zu verlieren und wollen unseren Verein wie auch den Kreis Herne/Castrop Rauxel in der Aufstiegsrunde gut vertreten.

Oftmals folgen Spieler ihrem Trainer zu einem neuen Verein. Muss der SV Wacker einen Exodus befürchten?

So wird es nicht sein. Nur Admir Gasnjan wird mir nach Herne folgen. Es ist nicht geplant, dass weitere Spieler mitkommen. Meiner Meinung nach gehört es sich nicht, Spieler seines alten Vereines mitzunehmen. Der ein oder andere wird sicherlich auch in eine höhere Liga wechseln - aber zumindest nicht nach Westfalia Herne.