Tischtennis-Titelkampf fällt erneut aus

Sommerzeit ist bei den Castrop-Rauxeler Tischtennisspielern eigentlich Stadtmeisterschafts-Zeit. Doch wie schon 2014 bleiben Schläger und Bälle im Schrank. Zu teuer, zu wenige Spieler - so lauten die einfachen Gründe für den Ausfall.

Castrop-rauxel.. "Es lohnt sich nicht mehr", erklärte der Vorsitzende der DJK Roland Rauxel, Christian Chroscinski. Sein Verein hatte 2013 versucht, der Veranstaltung neuen Schwung zu verleihen und daher das Teilnehmerfeld mit offenen Stadtmeisterschaften auf den Kreis Recklinghausen ausgedehnt. Doch das habe sich nicht rentiert, so Chroscinski.

Die Teilnehmerzahlen fielen geringer aus, als erhofft. "Ohne Spenden hätten wir draufgezahlt", sagte Chroscinski. Wie etwa für Pokale und Siegprämien. Theoretisch seien vier Teilnehmerfelder mit je 32 Spielern nötig, um eine offene Stadtmeisterschaft rentabel zu machen, rechnet der Roland-Vorsitzende vor. Das sei aber derzeit nicht drin.

Roland Rauxel und der Post SV hatten in der jungen Vergangenheit mangels Spielern mehrere Teams vom Spielbetrieb zurückgezogen. Deshalb mangele es auch an Stadtmeisterschafts-Teilnehmern, folgern die Club-Bosse Chroscinski und Heinz-Günter Hiller (PSV). Nachwuchsarbeit allein könne das Problem nicht lösen, sagen die Vorsitzenden. Seit einiger Zeit bietet Roland Rauxel einen Kurs für Hobbyspieler über 35 Jahre. "Der wird super angenommen", so Chroscinski.

Eine Stadtmeisterschaft sei aber derzeit nicht zu stemmen. "Vielleicht in drei oder vier Jahren", sagt Chroscinski. Vielleicht in Zusammenarbeit mit dem Post SV. Dann stünde man aber vor der Frage, wie Einnahmen und Arbeit aufzuteilen sind, so der Rauxeler Vorsitzende.

Heinz-Günther Hiller, der Vorsitzende des Post SV, sagt: "Das sind drei Tage Arbeit, die man investieren muss, um Stadtmeisterschaften auf die Beine zu stellen. Das fängt mit dem Transport der Tische zur Halle und dem Aufbau an und endet mit dem Abtransport." Und: Seine Mitsreiter und Helfer im PSV würden "alle nicht mehr jünger werden", betont Hiller. Einige der Aktiven scheuten heutzutage den Zeitaufwand, für die Turniere im Einzel und Doppel so viele Stunden in der Halle zu sein. Heinz Günter Hiller: "Das sind mehr Stunden als etwa an einem Kreisliga-Spieltag."