Timo Jogwer: "Pokal landet wohl im Kinderzimmer"

Tennisspieler Timo Jogwer vom RV Rauxel hat am Sonntag in Werne bei den Herren 40 den Westfalenmeister-Titel durch ein 6:0, 5:7 und 15:13 im Finale gegen Nenad Sepic (TC RW Geseke) gewonnen. Im Interview äußert er sich er über eine mögliche Teilnahme bei der Deutschen Meisterschaft und seine Ziele mit dem RVR.

Castrop-rauxel.. Herr Jogwer, herzlichen Glückwunsch zum Endspielsieg. Als Westfalenmeister müsste jetzt doch eigentlich die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft ab 1. März in Essen in ihrem Terminkalender stehen.

Timo Jogwer: Danke für die Glückwünsche. Allerdings bedeutet die Westfalenmeisterschaft in dieser Altersklasse nicht die Qualifikation für die DM. Für dieses Turnier kann man sich anmelden. Ich habe mich dazu noch nicht entschieden.

Was lässt Sie zögern?

Ich habe seit 20 Jahren kein Einzel-Turnier mehr gespielt und bin in Werne eigentlich nur angetreten, um Spielpraxis für unser Mannschafts-Endspiel um die Westfalenmeisterschaft der Herren 40 gegen den SC Hörstel Mitte Februar zu bekommen. Der Trainingseffekt war von Runde zu Runde auch wirklich gut. Und weil es gut lief, wollte ich natürlich auch den Titel gewinnen. Für mich hatte in der Vergangenheit und wird auch in Zukunft der Mannschaftswettbewerb Priorität haben.

Das schließt also eine Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft aus?

Ich bin da wirklich noch in der Entscheidungsphase. Das Gute ist, dass die DM in Essen stattfindet, wo ich als Lehrer arbeite. Aber erst nach dem Mannschafts-Endspiel werde ich mich festlegen, ob ich dort antrete.

Als Westfalenmeister haben Sie einen Siegerpokal bekommen. Wo wird der seinen Stammplatz haben?

Mein erster Gedanke ist, dass ich den Pokal im Haus meiner Eltern in mein altes Kinderzimmer stellen werde - vielleicht kommt er aber auch in unser neues Clubheim des RV Rauxel auf der Wartburginsel.

Zurück zu ihrem Mannschafts-Endspiel mit dem RVR gegen Hörstel. Wie groß sind da die Siegchancen für ihr Team?

50:50 würde ich sagen. Wir haben allerdings gehört, dass Hörstel wohl nicht in Bestbesetzung kommen kann. Mit jedem Spieler, der denen fehlt, gibt es ein paar Prozente mehr für uns. Allerdings wissen wir auch, dass bei den Spielen unter dem Hallendach viel Unvorhergesehenes passieren kann.

Sie selbst sind mit ihren Kameraden frisch in die Altersklasse 40 aufgestiegen. Ist das von Vorteil?

Ja, wir sind ein stabiles Team. Zusammen bringen wir 150 Jahre Mitgliedschaft beim RVR mit. Schade ist nur, dass mein Mitspieler beim Beachtennis, Jan Nottenkemper, zu jung zum Aufrücken ist. Auf ihn muss ich jetzt sechs Jahre warten, bis wir wieder in einem Team sind. Dafür bleiben wir aber im Beachtennis ein Duo und wollen hier wieder Erfolge wie bei den Deutschen Meisterschaften feiern.