SV Wacker Obercastrop trennt sich von Hasecke

Der Fußball-Bezirksligist SV Wacker Obercastrop hat die Reißleine gezogen: Trainer Dennis Hasecke wurde nach einer langen Diskussion des Vorstandes, die am Sonntag bis in die Nacht andauerte, von seinen Aufgaben entbunden. Das teilte der erste Vorsitzende des Vereins, Elmar Bök, am Montag mit.

CASTROP-RAUXEL.. Bök sagte: "Wir haben das schweren Herzens und mit großen Bauchschmerzen getan, aber wir mussten handeln." Dabei sei es nicht nur um die sportliche Situation gegangen, sondern um das ganze Teamgebilde. "Die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft stimmte nicht", erklärte Bök, "die schlechte Stimmung zwang uns zu dieser Maßnahme."


Der Wacker-Vereinsvorsitzende legt Wert auf die Feststellung, dass man sich im "beiderseitigen Einvernehmen" getrennt habe. Das bestätigte Dennis Hasecke, der mit Wacker zum Ende seiner Amtszeit einen Abstiegsplatz (14.) belegt. "Ich mache niemanden einen Vorwurf und kann den Verein verstehen", kommentierte Hasecke, "wenn eine Gruppe gegen den Trainer arbeitet, hast du keine Chance." Seiner Meinung nach hätte Wacker es auch unter seine Regie schaffen können, in der "starken Liga nach der Winterpause eine bessere Rolle zu spielen". Voraussetzung dafür wäre laut Hasecke aber eine Mannschaft, "die voll mitzieht".

Das Risiko, dass die Formation auseinander fällt, war den Obercastroper Verantwortlichen aber offenbar doch zu groß. Seit Wochen brodelte die Gerüchteküche. Egal auf welchen Bezirksliga-Plätzen, wechselwillige Wacker-Spieler gehörten zu den Hauptthemen. Bök hofft, dass "jetzt Ruhe einkehrt" obwohl er darauf verweist, dass ein "Plan B" hinsichtlich eines neuen Trainers nicht besteht: "Wir wollten mit Dennis in die Rückrunde gehen, werden jetzt aber zuerst mit der Mannschaft sprechen, dann sehen wir weiter."


Niederlage am Wochenende war nicht der Grund


Schon bei der 0:3-Niederlage am Sonntag bei Arminia Marten hatte Hasecke nur noch einen kleinen Rest seiner einst so komfortablen Besetzung zur Verfügung gehabt. Dass so gegen den Tabellenzweiten nicht viel zu holen war, lag auf der Hand.


An diesem letzten Punktspiel des Jahres 2014 hat es denn auch nicht gelegen, dass es gleichzeitig Haseckes letztes Spiel auf der Wacker-Bank war. Der Trainer hatte immer darauf verwiesen, dass es nur Nuancen seien, die den Unterschied in der Tabelle ausmachen. Die Chance, das zu korrigieren, hat er nun nicht mehr.

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