Stadtmeisterschaft kam bei allen gut an

Der dritte Titel in vier Jahren: Der Fußball-Bezirksligist SV Wacker Obercastrop hat durch den Finalsieg gegen den TuS Henrichenburg (Kreisliga A) bei der Stadtmeisterschaft wieder seine Stärke auf dem Hallenparkett nachhaltig demonstriert. Doch nicht nur Wacker, auch Ausrichter Victroria Habinghorst fühlt sich als Sieger.

Castrop-rauxel.. Mit nun fünf Erfolgen sind die Mannen aus der Erin-Kampfbahn der Spvg Schwerin und dem FC Frohlinde, die jeweils sechsmal den Siegerpokal hoch strecken konnten, dicht auf die "Pelle" gerückt. Das knapp verlorene Finale gegen die damals "Fast-Alles-Gewinner" aus Frohlinde ist vergessen.

Dem Vorjahressieger blieb nach dem ellenlangen Neunmeterschießen zur Entscheidung des kleinen Finales (darauf hatten sich beide Teams geeinigt, statt eines Spiels) mit 30 Schüssen beim 9:10 gegen den SV Arminia Ickern (Kreisliga B) diesmal nur der vierte Platz. Das Endspiel selbst zwischen Obercastrop und der TuS-Formation von Trainer Rainer Mattukat war Spannung pur. Beide waren sich schon in der Zwischenrunde begegnet und auch dort hatte Wacker kurioserweise mit 5:3 als Sieger das Parkett verlassen.

Zwei Geschichten

Allerdings schrieben beide Spiele andere Geschichten. Im ersten Match führte der neue Stadtmeister zunächst mit 3:0, ehe die A-Liga-Kicker ausglichen. Wacker konterte. Wie im Endspiel. Nur da liefen die "Eriner" einem 0:2 hinterher, was die Wangenröte von Interims-Coach und früherem Henrichenburger Torwart, Florian Kaczorowski, sichtlich weiter verstärkte.

Das Fazit: Henrichenburg schnupperte kurzzeitig am ersten Titel, musste sich schließlich doch der aufkommenden Wacker-Dominanz beugen. Ein tolles Turnier hat seinen würdigen Sieger gefunden.
Als Sieger kann sich auch Victoria Habinghorst fühlen. An zwei Tagen haben sich die Nordlichter exzellent um Teams und die immense Zahl an Besuchern gekümmert. Victoria hatte sozusagen an- und ausgerichtet und die große heimische Fußball-Familie alles für "lecker" empfunden.

Am zweiten Tag wurde sogar die Tribüne wegen Überfüllung geschlossen, die spielfreien Teams mussten sich neben dem Spielfeld aufhalten, was sonst untersagt war. Alles ist gut gegangen. Die Spiele durchaus diszipliniert, was wohl an den neuen Regeln lag.

Kein Lamentieren

Für langes Lamentieren war durch die Vier-Sekunden Vorgabe bei Ausführungen gar keine Zeit. Durch das Grätschen-Verbot hat sich zudem das Zweikampf-Verhalten positiv verändert. Mit nur einer Roten Karte werden diese "Victoria-Festspiele" somit als wohl fairste Veranstaltung in die Annalen von Stadt-Titelkämpfen eingehen. Auf ein Neues im neuen Jahr. Niewind istbesterTorjäger
Zwar unterlagen Ren Niewind und sein TuS Henrichenburg den Obercastropern im Endspiel, über einen Titel durfte sich der Stürmer aber trotzdem freuen: Seine zwölf erzielten Treffer konnte kein weiterer Akteur überbieten. Vor dem Endspiel hatte noch "Youngster" Dietrich Liskunov vom FC Frohlinde mit elf Treffern die Torjägerliste angeführt. Im Finale "knipste" dann aber Niewind doppelt und zog vorbei. Den zweiten Platz teilten sich Liskunov und Obercastrops Cihangir Sahinli, der ebenso elf Mal ins Netz traf.