Spvg Schwerin mit bester Platzierung seit November

Eine schöne Momentaufnahme, mehr nicht: Mit dem 4:3 (2:0) in dem Nervenkitzel-Spiel gegen den TSV Marl-Hüls II (14.), hat sich die Spvg Schwerin in der Fußball-Bezirksliga vom ersten Abstiegsplatz auf Rang elf katapultiert. Dort standen die Blau-Gelben letztmals am 11. Spieltag am 24. November letzten Jahres.

Castrop-rauxel.. Eine Situation, die sich schon in der kommenden Woche verändern kann. Nicht nur weil die Teams in der gefährdeten Region, teilweise punktgleich, ganz eng beieinander stehen, sondern weil die Mannschaft von Trainer Thomas Faust am Sonntag, 26. April, bei Tabellenzweiten Arminia Marten antreten muss.

Zwar liest sich die Schweriner Bilanz nach der Winterpause mit nur einer Niederlage aus den letzten fünf Spielen sehr ordentlich, doch ist auch Faust durchaus bewusst, dass auf der Sportanlage am Wischlinger Weg in Marten eine schwere Aufgabe auf seine Mannschaft wartet. "Wenn wir da etwas holen sollten, wäre das quasi ein Bonus", kommentiert der Übungsleiter, "danach kommen Gegner auf Augenhöhe, gegen die wir punkten müssen."

Auch die Reserve des Westfalenligisten aus Marl-Hüls war am vergangenen Sonntag ein solcher Gegner. Den hatte die Faust-Truppe nach gut 55 Minuten mit einem 3:0-Vorsprung scheinbar sicher im Griff, ehe die Nerven blank lagen, auf und neben dem Platz. Selbst zwei Tage nach dem Spiel verstand das Coach Faust immer noch nicht, warum sein Team so "völlig den Faden verlor".

Es lag aber auch am Gegner, der in der letzten halben Stunde alles nach vorne warf. Die Hausherren wurden von Minute zu Minute nervöser. Die Marler nutzten ihre Chancen, auch wenn beim 2:3 der Ball vorher ganz klar im Aus gewesen war.

Gut, dass Schwerin in Crisowalandis Mavridis, seit der Winterpause wieder dabei, einen Mann im Team hat, dem das alles gleich schien. Als die Luft unter der Vorsommersonne so richtig dünn wurde, schlug der schon vorher zwei Mal erfolgreiche Torschütze mit seinem dritten Treffer wieder zu.

Es blieb trotzdem spannend, die Marler machten den Anschluss und ließen die Heimischen weiter zittern. Der Schlusspfiff wirkte wie eine Erlösung, nicht zuletzt für Trainer Faust: "Diese drei Punkte vor dem Marten-Spiel waren enorm wichtig."