Sieben Teams zittern noch um die Klasse

Für den FC Brünninghausen II steht der Abstieg aus der Fußball-Bezirksliga nach der Saison 2014/15 bereits fest. Sieben weitere Vereine, darunter die Spvg Schwerin werden offenbar in den abschließenden vier Spielen die zwei weiteren Absteiger unter sich ausmachen.

Castrop-rauxel.. Das hat es so dicht gedrängt wohl noch nicht gegeben. So sieht es auch der Schweriner Trainer Thomas Faust. Der Coach selbst nimmt Wacker Obercastrop und Westfalia Huckarde, die jeweils 34 Zähler haben, aus dem Abstiegskampf heraus. Aber zwischen Platz neun (Spvg Herten) bis Rang 15 (SV Hochlar), so glaubt der Schweriner Übungsleiter, "wird sich der Abstieg entscheiden". Und seine Mannschaft steckt mit 29 Punkten mittendrin.

Zum Siegen verpflichtet

Vier Spiele gegen den Abstieg sind also im Visier. Nach dem 0:0 beim VfB Waltrop (13.) steht am Pfingstmontag, 25. Mai, gegen den SV Hochlar ein weiteres Kellerduell an. Die "Blau-Gelben" sind quasi zum Siegen verpflichtet, um sich mit den nötigen Punkten auf dem Konto im geballten Abstiegsfeld besser aufstellen zu können.

Trainer Faust ist guter Dinge: "Wir haben eine gute zweite Serie gespielt, hätten auch den einen oder anderen Punkt selbst gegen die Spitzenteams mehr haben können." Aber auch das ist abgehakt. Faust: "Ich glaube, dass man mit 35 Punkten nicht absteigt, weil sich einige ja noch gegenseitig die Punkte abnehmen werden."

Seine Mannschaft steht deshalb in der Pflicht, schon am Montag die Saat zum Klassenverbleib zu legen. Zwei Siege reichen, um die Faust-Rechnung aufgehen zu lassen. Aber auch der Trainer will nicht den zweiten Schritt vor dem ersten tun. Faust. "Wir denken nur von Spiel zu Spiel, werden das Waltroper 0:0 aufarbeiten und uns dann auf Hochlar konzentrieren."

Dieses allerdings auf eigenem Kunstgeläuf am Grafweg - und da sollte es besser klappen als zuletzt auf dem Naturrasen in der Nachbarstadt. Faust: "Ich würde das schon gerne vor dem letzten Spiel in Herten geklärt haben und nicht wieder so ein Szenario wie in der Vorsaison erleben." Da musste "auf Schwerin" bis zur letzten Minute gezittert werden. Zwar wird gegen Hochlar Torjäger Crisowalandis Mavridis (Urlaub) fehlen, doch Marcos Hill, Christoph Foitzik, Andi Dapi und Fabian Godinho sind wieder fit.

Auch Wacker rechnet noch

Schwerins Coach Thomas Faust zählt Wacker Obercastrop zwar nicht mehr zu den Abstiegskandidaten. Die "komischen" Ergebnisse der Konkurrenten im Tabellenkeller machen Wackers Trainer Andreas Köhler aber vorsichtig - der Spielplan der kommenden Wochen sowieso. Wacker muss am Pfingstmontag beim Spitzenreiter Teutonia/SuS Waltrop ran, eine Woche später kommt der TuS Eichlinghofen (3.) in die Erin-Kampfbahn.

Trotz der rasanten Steilfahrt in der Tabelle, die das Team um Mannschafts-Kapitän Bastian Fritsch unter Köhler nach der Winterpause vom Abstiegsplatz bis auf Platz sieben führte, werden diese Spiele kein Zuckerschlecken. Köhler warnt: "Sechs Punkte Vorsprung sind schnell weg." Der im Winter von Datteln gekommene Coach macht seine eigene Rechnung auf: "Wir sind bei 90 Prozent zur Rettung, erst wenn wir hundertprozentig sicher sind, können wir dann noch auf eine bestmögliche Platzierung zielen." Was natürlich bei den kommenden Gegnern kein Selbstläufer wird.