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SG Castrop greift nach der Bezirksliga

28.01.2010 | 15:10 Uhr
SG Castrop greift nach der Bezirksliga

Die Europastadt hat mittlerweile zwei Landes- und ebenso viele Fußball-Bezirksligisten im Seniorenbereich. Für eine relativ kleine Stadt ist dies relativ ordentlich, jedoch wird dadurch der Blick auf den Jugendbereich geschönt.

Dieser ist in Castrop-Rauxel nämlich alles andere als ein Qualitätsmerkmal. Einzig die Spvgg. BG Schwerin ist mit Mannschaften im überkreislichen Bereich vertreten und auch auf dem Berg waren die Zeiten schon einmal besser.

Nun jedoch besteht die Hoffnung, dass es ein weiterer Verein schafft, die Niederungen der Kreisliga zumindest teilweise hinter sich zu lassen.

Die Rede ist von der SG Castrop, oder besser gesagt von der A-Jugend. Diese führt die Tabelle der A-Liga Gruppe 2 souverän an und vieles deutet daraufhin, dass sich daran bis zum Saisonende nicht viel ändern wird. Bestätigt sich diese Vermutung wird es zu einem Vergleich mit dem Ersten der Gruppe 1 kommen, dessen Sieger in die Bezirksliga aufsteigen wird.

Interessanterweise ist der Erfolg der Castroper eng mit dem Namen BG Schwerin verbunden und zwar in zweierlei Hinsicht. Zum einen, weil der Vater des Erfolges, Trainer Markus Kluge, acht Jahre auf dem Berg beschäftigt war, ehe er 2004 an die Bahnhofstraße wechselte. Zum anderen, weil viele Ex-Schweriner in seinem Kader stehen und das Grundgerüst der Mannschaft bilden.

Vor mittlerweile fast sechs Jahren verließ Kluge enttäuscht von den Geschehnissen innerhalb des Vereins den Berg und fand bei der SG Castrop eine neue Bleibe. Das Ziel dort war klar definiert: die sich am Boden befindliche Jugendabteilung wieder aufbauen und mittelfristig erfolgreichen Jugendfußball ermöglichen.

Im Jahr 2010 ist der Prozess weit fortgeschritten, denn mittlerweile läuft es im SG-Jugendbereich. Alle Altersklassen sind meist mehrfach vertreten und auch der Erfolg stellt sich ein. Das beste Beispiel dafür ist der älteste Nachwuchs. Seit teilweise drei Jahren spielt die Mannschaft zusammen und hat sich qualitativ immer weiter gesteigert.

Grund dafür war auch der rege Zulauf aus Schwerin, den Kluge so erklärt: „Viele Spieler haben ja schon früher hier zusammen gekickt. Unser Ziel war es, diese alte Truppe zum Teil wieder zusammenzuführen und ihr ein optimales Umfeld zu bieten.” Offensichtlich waren die Aussichten besser als auf Schwerin, denn mittlerweile sind mehr als ein halbes Dutzend Ex-Schweriner im Kader integriert.

Überkreislich erfahren sorgen sie natürlich mit für die nötige Qualität, das Thema Aufstieg anzugehen: „Es hilft, wenn eine gewisse Anzahl der Spieler Erfahrungen in höheren Ligen besitzt. Allerdings muss dennoch das Gesamtbild passen und ich denke, das tut es bei uns”, so Kluge.

Die mannschaftliche Geschlossenheit ist ein Hauptgrund für den Siegeszug der mit dem Gewinn der B-Jugend-Stadtmeisterschaft gegen Schwerin im vergangenen Sommer seinen bisherigen Höhepunkt fand. Kluge: „Viele waren damals schon mit dabei und es tat gut, mal nicht im Schweriner Schatten zu stehen.

Der nächste Schritt soll nun der Aufstieg sein. Bisher ist die SG noch ungeschlagen und führt die Tabelle mit vier Zählern Vorsprung an. Sollte der Aufstieg gelingen, sieht Kluge auch die Chancen für den ganzen Klub: „Das wäre sicher ein starker Trumpf und Werbung für unseren Verein. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg und ich hoffe, dass alle Vereinsbereiche davon profitieren.”

Bastian Mauritz

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