Schwerin muss Marten schnell vergessen machen

Mit dem Hinspiel war diese Partie nicht mehr zu vergleichen: Musste sich die Spvg Schwerin (12.) im ersten Match gegen Arminia Marten (2.) erst durch einen zweifelhaften Freistoß in der Nachspielzeit geschlagen geben, war im Rückspiel nach einer halben Stunde schon alles vorbei. Schwerins Trainer ist immer noch sauer über das 2:7.

Castrop-rauxel.. Sieben Mal musste Torwart Marco Schulz letztendlich auf dem Kunstrasen am Wischlinger Weg die Kugel aus dem Netz holen. Die zwei Schweriner Tore durch Marcus Hasecke (Elfmeter) und Jens Randermann, konnten beim zwischenzeitlichen 6:0 der Platzherren nicht wirklich erfreuen. Sauer war so natürlich Trainer Thomas Faust selbst zwei Tage nach dem Spiel, weil Marten noch kurz vor Spielende das 7:2 festgezurrt hatte: "Wir haben alles vergessen, was wir uns vorgenommen hatten; das werden wir an den Trainingsabenden genau analysieren."

Das Spiel muss schnell abgehakt werden. Denn jetzt geht es ans Eingemachte, jetzt geht es gegen Gegner die eher auf Augenhöhe zur Schweriner Formation stehen. Ausreden gibt es nicht mehr. Faust: "Wir haben vorher sieben Punkte aus drei Spielen geholt, wie wir uns in Marten präsentiert haben, das war nach dem 2:0 schon beschämend."

Sieben Spiele kommen noch, die jetzt alle unter dem Motto "Abstiegskampf" laufen. Wobei die Blau-Gelben vier Mal auswärts antreten müssen und nur noch drei Spiele in der Heimat auf dem Schweriner Berg bestreiten können. Es beginnt mit Westfalia Huckarde am Sonntag, 3. Mai, und endet bei der Spvg Herten am Sonntag, 14. Juni.

Trainer Faust ist zuversichtlich, zeigte sich allerdings nach dem Spiel verwundert, dass zum Beispiel Borussia Ahsen, ebenfalls ein Abstiegs-Konkurrent, in Frohlinde drei Punkte holte. "Das ist schade, aber nicht zu ändern und zeigt, dass wir uns nur auf uns selbst verlassen können," resümierte der Schweriner Coach.

Dass sie es können, haben sie bewiesen. Faust macht eine einfache Rechnung auf, die seinem Team den Rücken für die nächsten Aufgaben stärken könnte: "Wir haben in der Rückrunde fünf Punkte mehr geholt als in der ersten Serie." Eine Rechnung, die hoffen lässt und die Martener Schlappe aus den Köpfen streichen soll.