Richtungsweisende Spiele für HSG und CTV

Auf dem komfortablen sechsten Platz gehen die Landesliga-Handballer des TuS Ickern in den letzten Spieltag des Jahres. Für die Herren der HSG Rauxel-Schwerin und die Damen des Castroper TV sieht die Lage in den Bezirskliga anders aus: Hier könnten Siege jeweils die Richtung für das neue Jahr vorgeben.

CASTROP-RAUXEL.. Landesliga 3
VfL Gladbeck 2 - TuS Ickern
Samstag, 16.30 Uhr, Riesener Sporthalle, Schützenstraße 23, Gladbeck

An den bisherigen zehn Spieltagen haben die Gladbecker sechs Punkte gesammelt, die sie allesamt in eigener Halle erspielen konnte. Vier Zähler mehr, und damit ein ausgeglichenes Punktekonto, weist der TuS Ickern auf. Immerhin schon zwei Auswärtssiege konnten die Castrop-Rauxeler in dieser Saison feiern.In der vergangenen Spielzeit erspielten die Ickerner in Gladbeck ihren höchsten Auswärtssieg mit 33:27. Das Heimspiel gegen die zweiten Mannschaft des VfL ging allerdings ebenso klar mit 22:29 verloren.

TuS-Coach Ralf Utech muss seine Aufstellung ohne die verletzten Kilian Esser und Florian Mothes planen. Zudem ist Nils Rodammer nach einer Matchstrafe vor zwei Wochen im Spiel beim TV Brechten (26:37) gesperrt. Utech: "Ich kann also auf den Kader vom letzten Spiel gegen Welper zurückgreifen." Dieses Duell hatten seine Schützlinge mit 33:25 gewonnen.
Der Ickerner Trainer weiß: "Gladbeck 2 hat sich durch einige Akteure aus der A-Jugend verstärkt. Wir können uns also darauf einstellen, dass wir es mit einer jungen Truppe zu tun haben werden, die ihr Glück mit Sicherheit über das Tempospiel suchen wird." Das bedeute für seine Mannen, die eigenen Angriffe konzentriert vorzutragen, um nur wenige Tempogegenstöße zu bekommen. Utech: "Da wir auf allen Positionen doppelt besetzt sind, können wir ebenfalls das Tempo anziehen und den Gegner permanent unter Druck setzen. Wir wollen unbedingt mit einem positiven Punktekonto in das Jahr 2015 gehen."


Bezirksliga 4
HSG Rauxel-Schwerin - Teutonia Riemke 2
Samstag, 18 Uhr, ASG-Sporthalle

Die Partie könnte richtungsweisenden Charakter für das Team von HSG-Trainer Gerald Raasch bekommen. Rauxel-Schwerin war zuletzt durch eine Serie von vier Niederlagen in der Tabelle ins Hintertreffen geraten, rückte durch den 27:25-Sieg in Erkenschwick am vergangenen Wochenende aber wieder auf Platz sechs vor.Sollte die HSG die Partie für sich entscheiden, könnte sie im neuen Jahr wohl im oberen Tabellendrittel angreifen. Der Gegner Teutonia Riemke 2 geht als Vierter mit drei Punkten Vorsprung gegenüber Rauxel-Schwerin in den Spieltag.

Doch der Trainer will von Rechenspielen erst einmal nichts wissen. "Für uns geht es momentan nicht um einen konkreten Tabellenplatz, sondern darum, dass wir wieder in die Spur kommen", sagt Raasch. Den ersten Schritt auf diesem Weg habe die Mannschaft am vergangenen Wochenende in Erkenschwick gemacht. "Nun soll der nächste folgen", wünscht sich der Trainer.
Auf der personellen Ebene wird es dabei allerdings nicht einfach für die HSG. In Pascal Meyer fällt nach Stephan Cromme der zweite etatmäßige Rechtsaußen aus. Auch Lukas Zöpel (berufsbedingt) und Tobias Pinzler (Urlaub) können nicht mitwirken. Dennoch hofft Raasch auf einen Heimsieg zum Jahresausklang. "Wir wollen ja anschließend eine schöne Weihnachtsfeier haben."


Bezirksliga 5, Frauen
Castroper TV - HSG Gelsenkirchen
Sonntag, 13.30 Uhr,Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule

Nach einem Zwischenspurt mit drei Siegen in Folge musste die Sieben von CTV-Trainer Jan Schimmelmann zuletzt zwei knappe Niederlagen gegen Welper und in Recklinghausen hinnehmen. Der Gegner aus Gelsenkirchen hingegen hat mit fünf Siegen in Folge einen sehr guten Lauf.Noch stehen die Castroperinnen in der Tabelle auf Platz sieben recht gut da, doch die Luft nach unten ist nach wie vor dünn. Die Teams auf den drei folgenden Rängen sind nach Punkten gleichauf mit dem CTV.

Im Spiel gegen Gelsenkirchen muss der CTV einmal mehr in dezimierter Besetzung antreten: Romina Machtenberg, Lena Schwittek und Stella Ellert stehen nicht zur Verfügung.Gelsenkirchen sei "der klare Favorit" erklärt Schimmelmann, der aber dennoch Chancen für sein Team sieht. "Die Mannschaft hat schon im letzten Spiel gezeigt, dass die Moral gut ist und dass wir auch mit einem dünnen Kader eine gute Leistung zeigen können", führt er aus. Wichtig sei vor allem ein erfolgreiches Angriffsspiel, um die Partie so lange wie möglich offen zu gestalten, erklärt Schimmelmann und verspricht: "Wir werden noch einmal alles geben, um das Handball-Jahr erfolgreich zu beenden."