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Schach – Saison-Ausblick

Pianist fürs Figurenkonzert

19.08.2010 | 16:29 Uhr
Pianist fürs Figurenkonzert

Reichlich rochieren müssen die Denksportler des SV Castrop-Rauxel in der kommenden Saison. Gleich fünf neue Clubs sind in der NRW-Oberliga am Zuge.

Die Europastädter gehören zu den „Altgedienten“. Doch was auf die Figurenzieher um Jan Willem de Jong zukommt, das ist ganz schweres Kaliber. Die Zweitliga-Absteiger SK Godesberg und SV Wattenscheid II, dazu die starken Neulinge SG Porz II, SV Aachen und DJK Aufwärts Aachen. Uwe Gräbe fasst nach dem Studium der Meldelisten zusammen: „Von den Wertungszahlen her müssten wir auf der Abschussliste stehen“. Gemeint ist die Abstiegsgefahr. Der sind die Schachspieler vom Stadtgarten letzte Saison so gerade noch entkommen. Platz sieben, Rettung auf der Zielgeraden.

Auch für die neue Saison kann das Ziel nur „Klassenerhalt“ heißen. Zumal die Castroper auch ihr Team umbauen mussten. Die Spitzenspieler Gunter Deleyn (Belgien) und Michiel van Wissen (Niederlande) stehen nicht mehr zur Verfügung. „Und auch unsere anderen Niederländer haben uns wissen lassen, dass sie das volle Saisonprogramm nicht absolvieren können“, sagt Uwe Gräbe.

Vater und Sohn

Denn das Mehrfach-Startrecht erlaubt es den Brettgrüblern, parallel auch in den Spielklassen anderer Nationen zu starten. Folglich streckten die Castroper ihre Fühler aus, schalteten sogar Gesuche in der Fachpresse. Und wurden auch fündig. Vom Regionalligisten SF Brackel kommen Soel und Alexandr Kartsev. Vater und Sohn. Der Papa ist Schachlehrer, unterrichtet auch an Schulen. Und Filius Alexandr schickt sich tüchtig an, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. „Der Junge ist erst 16 Jahre und gilt als großes Talent“, berichtet Uwe Gräbe, „mal sehen, wie er sich weiter entwickelt“.

Kurz vor Toreschluss (Ende der Wechselfrist) schloss sich auch noch Marcel Racherbäumer den Europastädtern an. Der gebürtige Wittener kehrte aus privaten Gründen dem hessischen Verbandsligisten SF Korbach den Rücken und siedelte ins Ruhrgebiet über. Von der Spielstärke her reiht sich Racherbäumer zwischen Dirk Topolewski und Willi Fahnenschmidt ein. „Seine Finger setzt er aber nicht nur beim Figurenziehen ein“, weiß Gräbe zu berichten, „Marcel ist ausgebildeter Pianist“.

Hinweis: Mehr über die neue Schach-Saison lesen Sie am Freitag, 20. August, im Lokalsport der WAZ Castrop-Rauxel. Dazu die Staffeleinteilungen und Termine für die Teams des SV Castrop-Rauxel und des SK Ickern.

Ralf Schacht

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