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Handball – Landesliga

Panhas und Personalnot

05.02.2012 | 20:49 Uhr
Panhas und Personalnot

Der TuS Ickern teilt sich mit dem Soester TV II die Puntke – 23:23. Unterirdischer erster Halbzeit folgt eine starke Aufholjagd in Durchgang zwei.

TuS Ickern -
Soester TV II23:23 (8:13)

TuS: Ziesmann - V. Esser (2), J.Esser (2), Knauf (1), Kresse, Sachweh (1), Rodammer (5), Pensky (2), K. Esser (10/2), Zendrowski

Zweimal pro Jahr ist Schlachtfest beim TuS Ickern. Dann gibt es bei der Handballabteilung lecker was auf den Teller. So auch an diesem Wochenende. Panhas, Blutwurst, Grützwurst – einmal die ganze Palette westfälischen kulinarischen Hochgenusses.

Da bietet es sich natürlich an, beim Landesliga-Heimspiel eine Tombola zu organisieren. Der Hauptpreis: Ein Panhas. Was auch sonst?

Und der geht an diesem Wochenende an die Losnummer 246. Herzlichen Glückwunsch, Friedhelm Laudwein. „Als wenn der Boss nicht schon genug davon gefuttert hat“, scherzt der Hallensprecher. Dass ausgerechnet der Abteilungsleiter in der Halbzeitpause das große Los zieht — reiner Zufall.

Viel Grund zur Freude haben Laudwein und die anderen Zuschauer aus Ickern bis dato nicht. Die erste Halbzeit ist unterirdisch. Gerade mal acht Treffer erzielt Ickern in Durchgang eins. Gleich von Beginn an übernimmt der Soester TV II die Initiative und baut die Führung stetig aus. 3:9 steht es nach 22 Minuten. Allein Torwart Tristan Ziesmann ist es zu verdanken, dass nicht auch die Partie schnell zum Schlachtfest wird.

Zum Ende der ersten Halbzeit fängt sich der TuS, und auch die Ickerner Schaltzentrale in Person von Kilian Esser kommt langsam aber sicher auf Touren. 8:13 steht es zur Pause. Dann gibt’s Panhas. Zumindest für Friedhelm Laudwein und die anderen Besucher, die sich im Pavillon vor der Sporthalle aufhalten.

In der Kabine gibt’s hingegen Saures. Stephan Pade wird wohl genau die richtigen Worte gewählt haben. Denn nach der Pause ist der TuS Ickern die bessere Mannschaft. Allen voran Kilian Esser, der mit zehn Toren einmal mehr der beste Schütze seines Teams ist, ist kaum noch aufzuhalten. Und auch Rückraumspieler Nils Rodammer trifft endlich ins Schwarze. „In der ersten Halbzeit hat der Nils die Klinker aus der Wand geworfen. Dann war es besser“, meint Pade.

Ickern holt Tor um Tor auf, nach 45 Spielminuten steht es unentschieden – 18:18. Gut drei Minuten später geht der TuS sogar zum ersten Mal in Führung. Doch auch der Gast aus Soest, gespickt mit groß gewachsenen Kraftpaketen, gibt nicht auf, wehrt sich tapfer.

Kilian Esser wird nun in enge Manndeckung genommen, seiner Spielfreude, seiner Spielintelligenz tut dies aber keinen Abbruch. Neun Minuten vor dem Spielende führt Ickern mit 21:20 – Kilian Esser trifft zum zehnten Mal. Doch der gewaltige Soester Angriff weiß immer wieder eine Antwort. Der Gast führt zwei Minuten vor dem Ende mit 23:22.

Stephan Pade greift noch einmal zur grünen Karte, nimmt eine Auszeit. Mit Erfolg: Nils Rodammer setzt das Leder ein letztes Mal zum 23:23 in die Maschen. Dann ist Schluss.

Zufrieden ist keine der beiden Mannschaften. Auch Stephan Pade weiß nicht so recht, was er von dieser Partie halten soll. „Wenn man nur zwei Mal in Führung liegt, kurz vor Schluss das Tor macht und eine so schlechte erste Halbzeit spielt, dann muss man vielleicht am Ende sogar mit dem Punkt zufrieden sein“, sagt der Coach, bevor er über die personelle Situation seines Teams klagt. Beim Abschlusstraining am Donnerstag waren gerade mal sieben gesunde Spieler zur Halle gekommen.

Es gab am Sonntagabend eben nur einen Gewinner. Den Panhas-Gewinner. Herzlichen Glückwunsch!

Christoph Winkel

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