Odyssee für Celina Kotziampassis in griechischer U17

Was ist der Traum eines Fußball-Spielers oder -Spielerin? Natürlich die Nationalmannschaft. Für die 16-jährige Tochter von Antonios ("Toni") Kotziampassis und Ehefrau Daniela, Celina-Athanassia, ist dieser Traum Realität geworden. Mit der griechischen U17-Auswahl wird die Castrop-Rauxelerin nach Athen und Baku reisen.

Castrop-rauxel.. Papa "Toni", der in Waltrop geboren ist und seit vielen Jahren in Ickern wohnt, hat mit seiner deutschen Frau Daniela, zwei Töchter. Beide Kinder besitzen die doppelte Staats-Angehörigkeit und beide, Celina wie auch die 13-jährige Stella, waren von jeher mit den Eltern (fast) täglich auf Fußball-Plätzen unterwegs. Das Kicker-Gen wurde ihnen quasi in die Wiege gelegt.

Im Gegensatz zu anderen Fußballern, die sich gerne einen Sohn als Fußballer-Nachwuchs wünschten, war das dem früheren Torjäger und heutigen Trainer gleich. Kotziampassis: "Hauptsache die Kinder waren gesund." Und dass sie als Mädchen auch Fußball spielen, ist sicherlich umso schöner.

Müller als erster Trainer

Über den SuS Merklinde und dem Trainer Willi Müller (Toni: "Das hatte der Willi wirklich gut und begeisternd gemacht") und Hillerheide, kamen die Schwestern zur Essener Hafenstraße zur SG Schönebeck. Sicherlich auch, weil Papa Toni dort die U17-Junioren von RW Essen (Bundesliga) trainiert. Hier Celina, "die robuste Innenverteidigerin" wie der Vater sagt, dort die kleinere Stella, die wie früher ihr Papa lieber Tore erzielt.

Für Celina ging es jetzt ratz-fatz. Als Stammspielerin der Schönebecker U16 in der Niederrheinliga, nahm sie an einem griechischen Fußballcamp teil. Der Cheftrainer der Griechen-Auswahl, Antonios Proinas, wurde auf das junge Mädchen aus Deutschland aufmerksam. Eine Einladung folgte auf dem Fuße.

Schule sagt "Ja"

Jetzt ist es soweit. Der griechische Verband schrieb Verein, Familie und vor allem die Fridtjof-Nansen Real-Schule in Habinghorst an, weil das Kicker-Event in Aserbaidschan ja schließlich außerhalb der Ferien liegt. Kotziampassis, der selbst gute Erinnerungen an "seine alte" Schule hegt, berichtet: "Celina hat die Genehmigung bekommen." Und es wird im wahrsten griechischen Sinne des Wortes eine richtige "Odyssee" für die junge Ickernerin.

Am Dienstag, 14. April, geht es unter Betreuung des griechischen Verbandes im Flugzeug nach Athen. Und nach einer Einkleidung in der Nationalmannschaft am Abend, folgt der Weiterflug nach Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans am kaspischen Meer. Kein Traum.