Rudern –...
Noch einmal angreifen
02.09.2010 | 15:00 Uhr 2010-09-02T15:00:00+0200
Zum großen Saisonfinale der Ruder-Bundesliga (RBL) am Samstag (4.) in Münster bietet der RV Rauxel gleich drei Achter auf. Neben den Schiffen der Frauen und Männern läuft auch der Fan-Achter „United Rauxel“ vom Stapel.
„Die Kader sind fast wieder vollständig“, schickt RVR-Sprecherin Inga Döhring schon mal eine gute Nachricht voraus. Das schickt sich, denn bei der letzten der sechs Saisonregatten wollen die Schiffe von der Wartburginsel noch mal angreifen.
Die Männer, die zuletzt in Hannover mit Rang 14 ihre schlechteste Bundesliga-Platzierung wegstecken mussten, wollen in der Domstadt ihre Top-Ten-Platzierung sichern. Derzeit sind die RVR-Recken um Alexander Lücke Neunter, müssen aber die Angriffe der nur wenige Zähler dahinter lauernden Boote aus Bodensee-Oberschwaben, Hannover und Bremen abwehren. Einen davon, den DRC Hannover, können die Rauxeler gleich im Zeitlauf auf Distanz halten.
Rhythmus und Schub mitnehmen
„Wir können starke Rennen fahren und auch gewinnen, das haben wir bewiesen“, zeigt sich Trainer Peter Jost optimistisch, „das Team hat in den Wochen nach den Rennen auf dem Maschsee in Hannover starke Trainingseinheiten absolviert und will diesen Rhythmus und Schub nun mitnehmen ins RBL-Finale“.
Das Problem in dieser Saison war bis dato die fehlende Konstanz. Für die fünf Rennen pro „Bundesliga-Spieltag“ gleich starke Leistungen abzurufen, das ist den Rauxelern nicht immer gelungen. „Das ärgert natürlich“, sagt Jost, „aber es spornt auch an für die nächste Saison“. Dass es dann erneut die 1. Liga sein wird, dürfte bei zwölf Punkten Vorsprung vor den drei Abstiegsplätzen feststehen. Und Ziel für die RVR-Männer ist es auf jeden Fall, die Saison besser zu beenden als letztes Jahr, als Rang zwölf heraus sprang.
Frauen nehmen Rang sieben ins Visier
Die Rauxeler Frauen haben auf Rang acht ein komfortables Polster von sieben Punkten vor dem Verfolger Hansa-Sprinter aus Hamburg. „Doch wir orientieren uns nicht nach unten, sondern nach oben. Und da ist Düsseldorf nur drei Punkte entfernt“, gibt Katrin Specka, Ruderin aus dem Mittelschiff, die Marschrichtung vor. Natürlich wissen die Mädels, dass sie dafür einen verdammt guten Tag erwischen müssen und ihren Lieblingsgegner aus „D-Dorf“ einen verdammt schlechten. Auch wenn das eher als unwahrscheinlich gilt, wird es für die RVR-Frauen allemal ein spannendes Finale in ihrer ersten Bundesliga-Saison. Einige Ruderinnen feierten Regattapremiere, andere sind nach längerer Zeit wieder ins Boot gestiegen.
Doch schon jetzt steht fest: Die Mädels von der Wartburginsel haben eine tolle Saison hingelegt, und die wollen sie mit einer guten Leistung im Finale krönen. Im Zeitlauf geht es am Samstag gegen Hansa-Sprinter Hamburg (9.), den Bayern-Achter Würzburg (4.) und den Alster-Achter aus Hamburg (2.), der noch gute Chancen hat, den Spitzenreiter aus Crefeld auf der Zielgeraden abzufangen.
Volldampf voraus für die „MS United“
Last but not least geht auch noch der Fan-Achter „United Rauxel“ an den Start. Die Jungs wollen auch in Münster wieder kräftig mitmischen, allerdings dieses Mal auch auf dem Wasser und nicht wie sonst nur mit Fahnen, Trommeln und Gesang vom Ufer aus. Im Rahmen des „RBL-Sprintcup“ wollen die verrückten Ruderfans aus Castrop-Rauxel auch ihre ruderischen Qualitäten unter Beweis stellen. Nachdem sich der Fanclub durch seine rudersportverrückte und feierfreudige Anhängerschar einen Namen in Ruderdeutschland gemacht hat, soll es in Münster einmal anders laufen.
Der Spieß wird umgedreht. Die Bundesliga-Ruderer des RV Rauxel dürfen sich nun als „Schreihälse“ am Ufer des Aasees profilieren und den Fanachter von „United Rauxel“ kräftig anfeuern. „Volldampf voraus“ lautet also am Samstag die Devise – nicht nur für die „MS United“.
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