Nach Urteil: Keine Seite will schuldig sein

Auch nach der Sitzung der Spruchkammer des Fußballkreises Herne/Castrop-Rauxel (KSK) gibt es offenbar noch Klärungsbedarf. Nach dem am Sonntag, 31. Mai, abgebrochenen Kreisliga-A-Spiel des SuS Merklinde gegen Spitzenreiter Firtinaspor Wanne war am Dienstagabend das Urteil gefallen.

Castrop-rauxel.. Beiden Vereinen wurde zu gleichen Teilen die Schuld an den Vorkommnissen gegeben. Beide Mannschaften erhalten somit keine Punkte. Zudem müssen beide Vereine die Verfahrenskosten zu gleichen Teilen tragen. Firtinaspor-Geschäftsführer Özcan Teke merkt dazu an: "Marco Gruszka hat bei der Spruchkammer die Frage, ob er kurz vor dem Ausbruch der Keilerei, wie Herr Broll (Martin Broll, sportlicher Leiter des SuS Merklinde; Anm. d. Red.) aussagte, tätlich angegriffen und beschimpft worden sei, verneint. Diese Anschuldigung hat er nicht bestätigt."

Broll meint indes: "Das hat Marco Gruszka wohl nicht so wahrgenommen. An der Seitenlinie war aber klar zu sehen, dass man versucht hat ihn anzugreifen", sagte Broll, der das Schreiben von Firtinaspor, das auch in einem Internetforum veröffentlicht worden war, gelesen hatte. Dass Gruszka während des Spiels mehrfach sowohl verbal als auch körperlich angegangen worden sei, sei unbestreitbar, so Broll.

Ferner führt Teke in seinem Schreiben aus: "Der verletzte Spieler Yüksel Turan hat bestätigt, kurz vor Abbruch von außen Beschimpfungen getätigt zu haben." Auch diese Situation beurteilt Broll anders: "Wir wurden sofort von mehreren Spielern bedrängt und von Zuschauern geschlagen." Mehrere Merklinder Spieler haben laut Broll Körperverletzungen zur Anzeige gebracht.