Mit den Kräften protzen
25.08.2011 | 14:36 Uhr 2011-08-25T14:36:00+0200
Mitten im Herzen Hamburgs steigt am Samstag (27.) die vierte und vorletzte Regatta der Ruder-Bundesliga. Und dafür haben sich die beiden Flaggschiffe des RV Rauxel einiges vorgenommen.
Die Frauen und Männer von der Wartburginsel wollen ihre Positionen bestätigen bzw. verbessern, um gerüstet zu sein für das große Bundesliga-Finale nur eine Woche später in Krefeld. Dafür haben sich die RVR-Recken mächtig ins Zeug gelegt, absolvierten letzte Woche einige Sondereinheiten. Unter Volldampf und vor allem rund laufen soll es im Boliden aus Henrichenburg am Samstag auf der Binnenalster in der Hansestadt, unterhalb des Jungfernstiegs und direkt vor dem imposanten Hotel Vier Jahreszeiten.
Die RVR-Frauen haben mit Platz sechs in Münster und Rang sieben in Hannover kräftig auf die Pauke geschlagen. Und auch am kommenden Samstag wollen die Ruder-Ladies wieder angreifen. „Wir haben weiter an der Technik und Explosivität im Boot gearbeitet“, so Trainer Alexander Lücke, „und wir haben besonderes Augenmerk auf die Startphase gelegt.“
„Gerade der Start muss in Hamburg sitzen, weil die Distanz mit ca. 270 m kürzer ist als auf den anderen Regattastrecken“, unterstreicht der Trainer der RVR-Frauen. „Unser Ziel ist es, fünf optimale Rennen zu fahren. Die Finals um die Plätze fünf bis acht wollen wir auf jeden Fall erreichen und wer weiß, was sonst noch nach oben geht“, so beschreibt Schlagfrau Magdalena Jakschik selbstbewusst die Zielsetzung der RVR-Crew.
Der erste Start steht für die Frauen aus Rauxel am Samstag um 9.24 Uhr an. Gegner im Time-Trial auf der Zwei-Bahnen-Strecke wird der Kaffeemacher-Achter aus Dresden sein. „Wir haben uns gut auf Hamburg vorbereitet und werden uns wieder voll auf uns konzentrieren, um unsere Zielsetzung erfüllen und in der Tabelle weiter nach oben klettern zu können,” so Alexander Lücke.
Weltmeister sitzt mit im Boot
Derweil kann Männer-Coach Dr. Yorck Polus in Hamburg seine physisch stärkste Mannschaft auf die kernige Sprintdistanz schicken. RVR-Ruderrecke Malte Jakschik, frisch gebackener U19 Junioren-Weltmeister im Vierer ohne Steuermann, wird an diesem Renntag die Mannschaft unterstützen.
„Malte bringt neuen Schwung rein”, bekräftigt Polus. „Potenzial hatte der junge Kader schon an den Renntagen zuvor, nur haben wir es noch nicht richtig einsetzen können. Bisher lief es einfach noch nicht rund.” Polus hat in den letzten Wochen Unterstützung aus Celle und Mülheim ins Boot geholt, so auch Peter Kluge und Patrick Leineweber, die zum U23-Kader des Deutschen Ruderverbandes (DRV) gehören.
„Gemeinsam bringen die Jungs aus Rauxel, Celle und Mülheim ordentlich PS ins Boot”, freut sich auch Co-Trainer Kai Sporea. Diese Power galt es am vergangenen Wochenende effektiv zusammenzusetzen. Das Team vom Rhein-Herne-Kanal absolvierte mehrere ausgiebige Trainingseinheiten, die für reichlich gute Stimmung in der Mannschaft sorgten. Denn schließlich soll es für die Kraftprotze von der Wartburginsel in der Tabelle von Rang zwölf noch etwas nach oben gehen, damit es beim Finale in Krefeld am 3. September nicht doch noch ein böses Erwachen gibt: Denn der erste von drei Abstiegsplätzen ist nur zwei winzige Punkte entfernt. „In Hamburg müssen wir Boden gutmachen“, lautet die Zielsetzung der Polus-Crew. Im Zeitrennen um 9.51 Uhr geht es gegen den direkten Tabellennachbarn DRC Hannover (Rang elf).
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