Mavridis und sein Anteil am Schweriner Aufschwung

Er ist der personifizierte Aufschwung der Spvg Schwerin: Mit elf Treffern in neun Rückrunden-Partien hat Crisowalandis Criso Mavridis einen großen Anteil am vorzeitig gesicherten Klassenverbleib der Schweriner in der Fußball-Bezirksliga. Die Quote kann sich am Grafweg niemand recht erklären. Auch nicht Mavridis selbst.

Castrop-rauxel.. "Das läuft einfach. Ich denke gar nicht darüber nach, plötzlich ist der Ball im Netz", gibt der junge Stürmer zu. Mavridis wirkt, ähnlich wie das gesamte Schweriner Team, befreit von jeglichen Altlasten aus der Hinserie. Der Jura-Student heuerte nach einer studienbedingten Pause im Winter wieder am Grafweg an - und traf im Anschluss fast wie er wollte. Das 1. juristische Staatsexamen, das Mavridis in dieser Auszeit erfolgreich abgelegt hatte, diente dabei als zusätzliche Motivation. "Vielleicht kam die Pause zum richtigen Zeitpunkt", sagt Mavridis rückblickend.

Gnadenlose Effektivität oder einfach nur das Glück des Tüchtigen? "So gut lief es noch nie", ergänzt Mavridis, "fast jeder Torschuss sitzt." Den Verantwortlichen soll es egal sein. Allen voran Trainer Thomas Faust. "Ich bin froh, dass sich die Mannschaft inzwischen für ihre harte Arbeit belohnt. Criso ist natürlich ein wichtiger Mann, doch das Kollektiv funktioniert richtig gut."

Denn auch als Mavridis sich im Mai beim 3:0-Sieg beim FC Brünninghausen II früh verletzte und drei Spiele ausfiel, lief die Schweriner Tormaschine einfach weiter. Mittelfeld-Akteur Fabian Godinho etwa ließ sich nicht zwei Mal bitten - er traf allein in den vergangenen drei Partien vier Mal.

Und doch war die Mavridis-Rückkehr ein Glücksfall. Denn er sorgte ständig für Tore und Gefahr, als Stürmer Marcos Hill (12 Hinrunden-Tore) die ersten Partien nach der Winterpause verletzungsbedingt verpasste. "Wir sind ein echtes Team geworden. Das hat man in der Rückrunde einfach gesehen", freut sich der Torjäger.

Studium bleibt Schwerpunkt

Er wird auch in der kommenden Saison das blau-gelbe Trikot tragen. Mavridis: "Ich werde normal trainieren, aber der Schwerpunkt liegt weiter auf dem Studium. Daher kann es sein, dass ich im Laufe der Saison etwas kürzer treten muss."
Unfreiwillig passen muss er hingegen beim Saison-Kehraus am Sonntag in Herten. Er sah am vergangenen Sonntag beim 2:1-Sieg gegen Westfalia Langenbochum die 5. Gelbe Karte und hat daher vorzeitig Sommerpause.