Luft raus durch böse Berliner Buben

Einem Fußballer des FC Frohlinde wird in Berlin übel mitgespielt, ein Tennisspieler schaut bei alten Kollegen vorbei und ein Fußball-Trainer hat eine ganz besonders euphorische Begrüßung parat: Das und weitere Anekdoten von den heimischen Sportanlagen finden sie hier auf unserer Außenbahn.

Castrop-rauxel.. Ulrich Viefhaus, Sportwart im Stadtsportverband (SSV) und Regionalliga-Tennisspieler der Herren 65 des TC GW Frohlinde, hat am Sonntag an der Brandheide seine alte sportliche Liebe, Teutonia/SuS Waltrop, besucht. Viefhaus war vor seiner Filzballkarriere Fußballer sowie Trainer und coachte vor Jahren auch die Waltroper, die damals noch vor der Fusion nur unter Teutonia firmierten. Der kurze Fußweg von der Tennisanlage nebenan zum Sportplatz an der Brandheide bot sich förmlich an, um einige alte Bekannte zu begrüßen. Ob Viefhaus nun mit den Teutonen hielt, oder als Frohlinder Bürger mit dem FCF fieberte, war an seinem Mienenspiel nicht zu erkennen.

Dietrich ("Diddi") Liskunov, Fußballer des FC Frohlinde in der Bezirksliga, reihte sich am Sonntag nahtlos in die Ausfall-Liste der Europastädter ein. Allerdings hatte das nichts mit dem Verletzungspech zu tun, sondern der junge Kicker - beziehungsweise sein Auto- wurde Opfer einer Kurzreise nach Berlin. Vor der Abreise aus Deutschlands Hauptstadt stellte sich heraus, dass "böse Buben" am Auto des Frohlinders die Reifen zerstochen hatten. Schneller Ersatz war zudem am Sonntagmorgen nicht zu bekommen. Und irgendwie passte das alles zum Spiel der Mannschaft an der Brandheide. Dort war im Spiel gegen den Spitzenreiter auch schnell die Luft heraus.

Sebastian Janas, Stürmer des FC Frohlinde, hatte am Sonntag nicht nur mit hartnäckigen Gegenspielern zu tun, sondern vor allem eine ganze Zeit mit seinen Fußballschuhen, von denen sich eine Sohle abgelöst hatte. Janas, der trotz der allgemeinen Sturmflaute noch die besten Chancen auf dem (kaputten) Nockenschuh besaß, rief fast verzweifelt nach einem Ersatzschuh. Als Betreuer Tim Hartwig endlich mit einem Ersatz-Treter aus der Kabine kam, wurde er noch vom FCF-Kicker angefeuert: "Timmi gib mal etwas mehr Gas". Endlich ein heiler Schuh, aber ein Tor wollte dem Frohlinder dennoch nicht gelingen.

Holger Bombien, Trainer der Bezirksliga-Damen der Spvg Schwerin, konnte seine Freude nach dem 3:2-Erfolg seines Teams gegen den BV Brambauer-Lünen kaum verbergen. Bei der Ergebnisübermittlung begrüßte er den Mitarbeiter dieser Zeitung lautstark mit den Worten "Ol, Ol, Ol". Was durchaus verständlich war, hatte Schwerin doch zuvor sechs Monate am Stück nicht gewinnen können.

Nico Kresic, Angreifer beim SV Wacker Obercastrop, erzielte beim 5:1-Erfolg über den FC Brünninghausen II ein wohl "historisches" Tor. In der 85. Minute war Kresic per Kopf zum Endstand zur Stelle. Was vor allem die voll besetzte Wacker-Ersatzbank erheiterte. Von dort hieß es unter anderem von Mannschaftsbetreuer Hendrik Pfadenhauer und Ersatzkeeper Paul-Robin Meschkis: "Der Kresic hat ein Kopfballtor gemacht? Das kann nicht sein, das hat der in den letzten 32 Jahren nicht geschafft."