Kruska: "Erste Liga ist aktuell kein Thema für mich"

Fußball-Profi Marc Kruska aus Rauxel verbucht derzeit mit seinem FSV Frankfurt nach dem 2:1-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone der 2. Liga. Im Interview spricht der 27-Jährige über die Situation in seinem Verein sowie seine Nah- und Fernziele.

Castrop-rauxel.. Herr Kruska, war der Sieg gegen Nürnberg schon der entscheidende Befreiungsschlag für Ihre Mannschaft?

Das war auf jeden Fall ein wichtiger Sieg, weil einige Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte auch gepunktet haben - zum Glück nicht 1860 München (16./Anm.d.Red.).

Mit einer direkten und einer indirekten Torvorbereitung hatten Sie Ihren Anteil am Sieg…

Ja, ich bin froh, dass ich der Mannschaft da helfen konnte. Wir haben in der ersten Halbzeit klasse gespielt und uns mit dem 1:0 belohnt. Das 1:1 haben wir durch eine Standardsituation kassiert. Zum Glück konnte ich den Ball erobern, der zum 2:1 geführt hat. Ehrlich gesagt, würde ich gerne aber auch einmal ein Tor schießen. Das ist mir in meiner Zeit beim FSV Frankfurt nämlich noch leider nicht gelungen.


Wie viele Punkte wird man in dieser Saison in der 2. Liga benötigen, um sicher drin zu bleiben?

Das ist in diesem Jahr schwer zu sagen. Ich denke: 40 Punkte. Allerdings sind einige Mannschaften, die gut aufgestellt sind hinter uns. Und Erzgebirge Aue hat in der Winterpause personell aufgerüstet. Auf diese Mannschaft müssen wir auch achten.


Auch St. Pauli mit dem Castrop-Rauxeler Christopher Nöthe steckt im Abstiegskampf. Haben Sie zu ihm derzeit Kontakt?

Wir haben uns zuletzt geschrieben. Dabei ging es vor allem darum, dass ich hören wollte, wie es ihm nach seiner Verletzung geht - und wir haben uns über unsere Kinder ausgetauscht.

Ihr Vertrag in Frankfurt läuft noch bis zum Sommer 2016. Wie steht es da um Ihr Fernziel "1. Bundesliga", das Sie vor einem Jahr formuliert haben?

Ich glaube nicht, dass aktuell die 1. Liga ein Thema für mich ist. Wichtig ist, dass ich gesund und fit bleibe.


Bei Borussia Dortmund sind Sie Profi geworden. Wie schätzen Sie Misere des BVB im Abstiegskampf ein?

Ich war zuletzt beim Champions-League-Spiel gegen Anderlecht im Stadion. Da haben die Dortmunder gut gespielt. Ich denke, ihr Problem in der Bundesliga war, dass einige verletzte Spieler zu schnell wieder integriert wurden. In der 1. Liga reicht es nicht mit 90 Prozent Fitness aufzulaufen, weil kleine Fehler entscheidend werden können.


Was ist Ihr Urteil zum Fußball in Castrop-Rauxel?

Ich verfolge noch das Geschehen. Ich denke, ein Landesligist würde der Stadt gut zu Gesicht stehen. Das heißt für Frohlinde: Gas geben.