Kreispokal-Finale der Fußballerinnen abgesagt

Am Montagabend aber wirbelte der schlimmste Sturm in Castrop-Rauxel seit zig Jahren auch den heimischen Sport durcheinander. Das Sportamt hat bis auf weiteres alle Sportplätze und Sporthallen in der Stadt gesperrt. Das Kreispokal-Endspiel der Fußballerinnen zwischen Arminia Ickern und der DJK Falkenhorst wurde abgesagt.

Castrop-rauxel.. "Es sieht auf den Plätzen schlimm aus", erklärte Mitarbeiterin Kirsten Franz. Überall lägen abgebrochene Bäume und Äste umher. "Und wir wissen nicht, was da noch alles runterkommt", sagte sie. Die Sporthallen sind ebenfalls vorsorglich dicht, weil die Stadtverwaltung zumindest bis Mittwoch, 11. Juni, alle Schulgebäude, zu denen die Sporthallen in der Regel gehören, geschlossen hat.

Das Kreispokal-Endspiel der Fußballerinnen zwischen Arminia Ickern und der DJK Falkenhorst, das nach langem Hin und Her endlich am Mittwoch, 11. Juni, in der Glückauf-Kampfbahn stattfinden sollte, wurde abgesagt. Arminen-Geschäftsführer Michael Schmidt hatte sich nach der Nachricht, dass die Stadt Castrop-Rauxel die Sportstätten gesperrt hat, mit dem Kreisvorsitzenden Reinhold Spohn (BW Börnig) beraten. "Er hat gesagt, es sei ja kein Zeitdruck", berichtete Schmidt. Beide Teams seien ohnehin für den Westfalenpokal qualifiziert. Schmidt: "Vielleicht holen wir das Finale erst in der Vorbereitung auf die neue Saison nach." Tor kaputt

Eine Hiobsbotschaft mussten die Verantwortlichen des Fußball-B-Kreisligisten SuS Pöppinghausen verdauen: Durch den Sturm war ein Baum an der Westseite des Sportplatz an der Wewelingstraße entwurzelt worden. Dieser durchbrach den eisernen Ballfangzaun und begrub das Fußballtor unter sich. Manfred Goerke, der sich als Ehrenvorsitzender um die Pflege der Sportanlage kümmert, sagte: "Wir selbst werden das Tor nicht befreien können. Das einzig Positive an diesem Vorfall ist, dass die Saison vorbei ist." Ein neues Tor werde etwa 2000 Euro kosten, betont Goerke: "So schnell wird hier keine Mannschaften trainieren oder spielen können."
Beim TC GW Frohlinde sind in der nächsten Zeit einige Plätze nicht bespielbar. Der Starkwind hat zwei hohe Zäune auf der unteren Anlage umgeknickt wie Strohhalme. Zudem ist in dem Clubgebäude des Tennisvereins eine Scheibe vom Wind eingedrückt worden. Die Außenscheiben hätten sich weit nach außen gewölbt, berichtete die Clubwirtin, seien aber nicht geborsten.

Ein paar Meter weiter, jenseits der Grundstücksgrenze, sah es auf dem Kunstrasen-Areal des FC Frohlinde aus wie immer. "Wir sind diesmal verschont geblieben", meldete Vorstandsmitglied Jürgen Ewers, "es liegt nur Laub herum." Und noch eine gute Nachricht in stürmischen Zeiten: Am Hallenbad, sagte Kirsten Franz vom Sportamt, habe es keine Schäden gegeben, weder am Dach noch an den großflächigen Glasfronten.