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Kreisliga A - Der Blick geht nach oben

14.02.2012 | 16:11 Uhr
Kreisliga A - Der Blick geht nach oben

Passend zu milderen Außentemperaturen beginnt auch die Rückrunden-Vorbereitung in der Kreisliga A. Ein erster Zwischenstand stimmt die Castrop-Rauxeler Vereine durchaus positiv.

SV Yeni Genclik:
„Die Spieler hängen sich im Training voll rein, deswegen läuft die Vorbereitung richtig gut“, erklärt Trainer Helmut Schulz zufrieden. Er baut dabei ganz auf die Jugend: „Momentan trainieren unsere A-Junioren gemeinsam mit der ersten Mannschaft. Die jungen Wilden wollen sich natürlich beweisen.“

Die so geschaffene Konkurrenz-Situation gefällt Schulz: „Drei bis vier Spieler aus der A-Jugend merke ich mir schon für die Stammelf vor, sie machen den etablierten Leuten richtig Druck.“ Der Übungsleiter will in Zukunft auch versuchen, weitere Jugendspieler einzubinden: „Mir ist egal, wie alt ein Spieler ist. Wenn die Jungs gut sind, laufe ich auch mit sechs A-Jugendlichen auf.“ Worte, die ältere Spieler warnen – und die jungen Spieler gleichzeitig aufbauen.

Dabei war der SV Yeni Genclik in der Hinrunde der beste Castrop-Rauxeler Verein der Herner Kreisliga A: Auf Platz sieben beendete Yeni die Hinserie mit 24 Punkten. Schulz ist mit diesem Tabellenplatz zufrieden: „In dieser Saison wollen wir keine großen Sprünge mehr machen. Platz fünf wäre zwar schön, ist aber kein Muss.“

Verzichten muss er dafür jedoch auf Yasin Erdogrul, er wird mit einem Kreuzbandriss für den Rest der Saison ausfallen. Auch Julian Theiler ist verletzt, er hat Wasser im Knie. Für ihn hat Schulz allerdings noch Hoffnungen: „Julian ist mit seinen 20 Jahren so ein guter Fußballspieler. Es wäre schön, wenn er zur Rückrunde wieder fit wäre.“ Am 18.März geht es schließlich los: Der SV Yeni Genclik spielt bei der DJK Herne, momentan Tabellenvorletzter.

FC Frohlinde:
Sonntag hat der FCF noch ein Testspiel gegen den Bezirksligisten VfB Günnigfeld mit 3:1 gewonnen. Ein Resultat, das auch die aktuelle Form des Tabellenzehnten widerspiegelt: „Die Stimmung ist grade richtig gut“, erklärt Trainer Andreas Krüger.

Dabei hat sein Team das Verletzungspech erwischt: Mit Burak Uzunkaya, Stavros Pechlivanis, Michael Janus und ausgerechnet Top-Torjäger Thorsten Lesczynski fehlen gleich vier Spieler verletzt in der wichtigen Vorbereitung.

Eine Schwäche, in der Krüger eine Chance sieht: Torwart Robin Böhmer und Abwehrspieler Patrick Kraus wurden aus der eigenen A-Jugend in den Kader der ersten Mannschaft berufen: „Sie haben ihre Sache in den Testspielen sehr gut gemacht“, lobt der Trainer die Leistung seiner beiden Talente. Ein Grund mehr also, sich auf die bevorstehende Rückrunde zu freuen. Diese kann für Krüger „eigentlich direkt so weitergehen, wie die Hinrunde geendet ist“. Verständlich: In den vergangenen fünf Partien der Hinserie zeigten sich die Frohlinder stark, siegten vier Mal und holten somit zwölf Punkte – davor gab es nur neun Punkte aus elf Spielen. Zum Auftakt wird es da gleich spannend: Am 18. März geht es zu Hause gegen den Tabellenzwölften SV Wanne II. Wenn die Mannschaft an die Form aus der Hinrunde anknüpft, bietet sich die Chance in der Rückrunde, weiter zu klettern.

SG Castrop:
Dennis Hasecke ist vor seiner ersten kompletten Rückrunde als Übungsleiter voller Tatendrang: „Ich freue mich schon riesig auf die kommende Zeit“, sagt er.

Er muss allerdings auch hinnehmen, dass ihm momentan wichtige Spieler fehlen: Mit Andre Trottenberg, Marcel Heinen und Janus Schmitz fallen momentan drei Spieler aus, die in der Hinrunde zu den stärksten Akteuren zählten. Bis zum Rückrundenstart hofft Hasecke auf die Regeneration dieser Spieler. Der Trainer kann seine Lücken schließlich nicht mit A-Jugendlichen füllen: „Leider haben wir keine A-Jugend angemeldet. Doch unsere zweite Mannschaft ist auch stark. Wegen Verletzungen mache ich mir nicht so viele Sorgen.“ Mit Björn Sawatzki kommt zudem ein Mittelfeldspieler der „ Ruhe in unser Spiel bringt“, sagt der Trainer.

Die personellen Probleme plagen den Trainer also wenig. Was ihm allerdings zu schaffen macht, ist das alte Sturm-Thema: „Wir haben einfach keinen richtigen Knipser. Wenn man bedenkt, dass Niklas Wagner noch in der A-Jugend spielen könnte und die meisten Tore geschossen hat, weiß man wo wir dran sind.“

Doch auch ohne Knipser ist Dennis Hasecke optimistisch: „Mein Blick geht nach oben. Wir wollen uns in der Rückrunde verbessern.“ Die erste Gelegenheit dazu hat der Tabellenelfte am 18. März im Heimspiel gegen den SC Constantin Herne, momentan 13. der Kreisliga A.

Stephan Rathgeber

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