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Kalte Tage, hitzige Gemüter

12.01.2010 | 17:54 Uhr

Castrop-Rauxel. Die Kündigung der Tennisschule Gaudigs seitens der Tennisabteilung und die zukünftige Zusammenarbeit mit Tennislehrer Tomislav Majdandzic sorgen für Gesprächsstoff auf der Wartburginsel. Am Montagabend gab es Mitgliederversammlung, bei der sie ihrem Ärger Luft machten.

Auch wenn die Temperaturen derzeit unter dem Gefrierpunkt liegen, brodelt es auf der Wartburginsel kräftig. Grund ist die Kündigung der Tennisschule Gaudigs seitens der Tennisabteilung und die zukünftige Zusammenarbeit mit Tennislehrer Tomislav Majdandzic.

Aufgrund der entstandenen Spannungen lud der Tennisvorstand alle Mitglieder zur Sitzung am Montagabend ins Clubhaus. Der Vorstand äußerte er sich erstmals öffentlich zum Thema und gab allen Anwesenden die Möglichkeit, ihre Meinung kund zu tun.

Viele Mitglieder machten ihrem Ärger Luft. Sie waren mit der Art und Weise der Kündigung nicht zufrieden. So warfen sie dem Vorstand vor, die Entscheidung ohne Zustimmung vieler Mitglieder getroffen zu haben. Einzig die eigenen Überzeugungen hätten den Ausschlag gegeben.

Tennisvorsitzender weist Vorwürfe zurück

Der Tennisvorsitzende Timo Jogwer und auch Präsident Andreas Hoffmann wiesen die Vorwürfe entschieden von sich: „Wir haben auf Mitgliederkritik an der Traingsqualität reagiert und sowohl Gaudigs selbst, als auch weitere Tennisschulen um eine Konzeptausarbeitung gebeten. Bei der Analyse sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Tennisschule Gaudigs den Qualitätsansprüchen des Vereins nicht mehr gerecht wird.”

Im Gegensatz dazu stehe die Ausarbeitung von Tomislav Majdandzic, die den Vorstand vollauf überzeugt hat. Die Verantwortlichen nahmen den 38-Jährigen unter die Lupe und denken, dass der RVR mit ihm für die Zukunft gut gerüstet ist und sich entsprechend entwickeln kann.

Entscheidung ist schwer gefallen

Zudem betonten Jogwer und Hoffmann, dass ihnen die Entscheidung sehr schwer gefallen sei. Zum Wohle des Vereins hätten sie aber im Sinne des Clubs handeln müssen, sei die Meinung doch sehr verbreitet. Dass dieser jedoch nicht alle Anwesenden angehörten, war unüberhörbar. Immer wieder wurden die Ausführungen des Vorstandes unterbrochen. Die Mitglieder gingen mit ihrem Vorstand hart ins Gericht und plädierten für den Erhalt der Tennisschule Gaudigs.

Der Vorstand stellte aber klar: „Wir sind der Überzeugung, richtig gehandelt zu haben. Natürlich ist eine Trennung nach immerhin 18 Jahren menschlich schwierig, für den Verein jedoch wäre eine Fortsetzung des Verhältnisses sicherlich nicht förderlich gewesen”, erklärte Jogwer.

Erhitzte Gemüter

Doch gab es noch einen weiteren Punkt, der die Gemüter erhitzte. Es ging ganz formal um die Konformität der Entscheidung mit der Satzung des Vereins. Der Vorstand der Rudersparte wies daraufhin, dass er, anders als seiner Meinung nach in der Satzung gefordert, nicht an der Entscheidung beteiligt wurde.

Timo Jogwer sagte einen Tag nach der Sitzung: „Wir sind sicher, dass alles satzungskonform über die Bühne gegangen ist und daher auch rechtlich nichts zu befürchten haben. Warum diese Vorwürfe nun aus dem Ruderlager kommen ist für mich unverständlich, denn wir halten uns bei Entscheidungen der Rudersparte schließlich auch zurück.”

Die eventuelle Nonkonformität würde ohnehin erst dann zu einem Thema werden, wenn die Tennisschule Gaudigs erwägt, rechtliche Schritte zu ergreifen.

Diesbezüglich befürchtet Jogwer jedoch keine Folgen: „Auch wenn Karin und Uwe Gaudigs von der Entscheidung sicher enttäuscht sind, haben sie diese dennoch vernünftig akzeptiert. Ich hoffe und denke, dass wir einer weiteren Auseinandersetzung somit aus dem Weg gehen werden.”

Bastian Mauritz

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