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Fußball – Bezirksliga 15

Jubel, Trubel, Relegation

17.06.2012 | 20:00 Uhr
Jubel, Trubel, Relegation

Mit einem 4:1-Sieg in Hillerheide – und mit Schützenhilfe des SuS Merklinde – schafte der VfB Habinghorst noch den Sprung auf Rang elf der Bezirksliga 15. Der drohende Abstieg kann jetzt noch über die Relegation verhindert werden.

FC/JS Hillerheide -
VfB Habinghorst1:4

VfB: Schultz, Wagener, Turowski, Teichmann, Schmidt, Maluski, Bäuml (46. Both), Kinster (57. Podwysocki), Seil (76. Spruch), Nährig, Mavridis. – Tore: 1:0 Adrian Przibilka (49.), 1:1 Daniel Seil (56.), 1:2 Björn Schmidt (62./FE), 1:3 Patrick Podwysocki (88.), 1:4 Björn Schmidt (89.) – Besonderes Vorkommnis: Patrick Krull (FC/JS) sieht nach einer Tätlichkeit die Rote Karte (62.)

Schiedsrichter Burak Basar hatte das Spiel zwischen dem VfB Habinghorst und dem FC/JS Hillerheide noch nicht abgepfiffen, da lagen sich die Spieler auf der Ersatzbank schon in den Armen. Mit 4:1 hatten sie den FC/JS Hillerheide bezwungen und dann die frohe Kunde aus der Heimat bekommen. Der SuS Merklinde hatte Westfalia Huckarde, den Konkurrenten im Kampf um den Relegationsplatz, mit 3:1 bezwungen und dem VfB damit das Tor zum Klassenerhalt sperrangelweit aufgestoßen.

„Ein riesiger Dank an Merklinde. Wir alle sind unendlich dankbar“, freute sich ein überglücklicher Trainer Daniel Kuhn nach dem Schlusspfiff. Er hatte es gerade gesagt, da bekam er eine Eisdusche von Marius Kinster verpasst. Es war ihm egal – an einem solchen Tag gehört das einfach dazu.

Rund 100 Fans waren mit nach Recklinghausen gereist, um ihren VfB zu unterstützen, um doch noch die allerletzte Chance zu nutzen, die Klasse zu erhalten. Dabei ging es denkbar schlecht los. Schon nach wenigen Minuten kam die Kunde aus Witten, dass der VfB Annen, ein weiterer Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt, die SG Lütgendortmund auseinanderschießt. Auf Dortmunder Schützenhilfe brauchte also niemand mehr zu hoffen. Und damit war auch klar: nur ein Sieg würde dem VfB noch helfen.

Doch die besseren Chancen im ersten Durchgang hatte der Gastgeber. Allein der konsequente Abschluss fehlte den Recklinghäusern. Mit 0:0 ging es in die Pause. Hinzu kam die Gewissheit, dass noch alles möglich war, denn der SuS Merklinde führte mit 1:0. Doch auch nach der Pause fehlte den Habinghorstern die Durchschlagskraft und zu allem Überfluss erzielte dann auch noch Adrian Przibilka die Führung für die Hausherren.

Die Stimmung bei den Habinghorstern war auf dem Tiefpunkt, und die Körpersprache der Mannschaft kam der bei einer Beerdigung gleich. In der 56. Minute hätte alles vorbei sein können, doch gleich zwei Mal hielt Daniel Schultz seine Elf mit überragenden Paraden im Spiel. Dann das Lebenszeichen: Nach einer Ecke stochterte Daniel Seil das Leder zum 1:1 über die Linie: Der Patient VfB Habinghorst, er lebte wieder.

Kurioses nur eine Minute später. Über den am Boden liegenden Philipp Nährig stürzte ein Hillerheider. Schiedsrichter Basar entschied auf Elfmeter für den VfB – ein Geschenk. Das Kapitän Björn Schmidt sicher zum 2:1 verwandelte.

Der VfB, er war nicht nur wieder im Rennen, er lag zu diesem Zeitpunkt vorne. Dann aber wieder Totenstille: Huckarde hatte in Merklinde ausgeglichen. Dann wieder Jubel, der SuS lag wieder vorn – und die eigene Mannschaft, die hatte in Hillerheide das Spiel weitestgehend im Griff. Die Entscheidung vergaben die „Habichte“ zwei Mal kläglich, doch der eingewechselte Patrick Podwysocki in der 88. und nur eine Minute später Björn Schmidt nach starkem Solo schossen den VfB ins Glück.

Helmut Schulz, der dem VfB seit kurzer Zeit helfend zur Seite stand, genoss, bis auf eine kleine Dusche durch Christian Bäuml, still. „Die Last war schon sehr groß“, gab er aber zu. Daniel Kuhn herzte jeden seiner Spieler ausgiebig und wer wollte, der bekam des Trainers Liebe auch mehrmals zu spüren. „Potti, hab’ ich dich schon umarmt“, fragte der Coach Patrick Podwysocki. „Ja, aber du kannst gerne nochmal“, grinste der Stürmer. Und schon lagen sie sich wieder in den Armen nach dem Finale furioso.

Felix zur Nieden



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