Jede Woche heiraten für den Sieg

"Gefährliche" Manöver sind auf Schwerin mitunter nötig, um verirrte Bälle einzufangen. Bei Wacker Obercastrop tauchen Spieler fast aus dem Nichts auf und in Frohlinde darf von nun an jede Woche geheiratet werden. Anekdoten vom Castrop-Rauxeler Sportwochenende: hier auf der Außenbahn.

Castrop-rauxel.. Patrick Fernow, Regionalliga-Korfballer beim KV Adler Rauxel und Trainer der deutschen U19-Korfball-Nationalmannschaft, berichtete von einer Hochbelastung der Stimmbänder am Abend vor dem abschließenden Spieltag beim World Cup in Leeuwarden (Niederlande). Der Coach beschloss mit seinen Schützlingen den Samstag mit einem "American Dinner" sowie singend mit einem Karaoke-Abend. Fernow sagte: "Zum Glück war das Mikrofon nicht so laut eingestellt."

Jens Randermann, Fußballspieler der Spvg Schwerin, der in der Winterpause vom VfB Waltrop kam, hatte am Sonntag einen ganz besonderen Einsatz. Nicht auf dem Kunstrasen, sondern auf der Pferdekoppel nebenan. Dorthin hatte es wieder einmal einen Ball getrieben. Der junge Neuzugang nahm sich der recht komplizierten Rückhol-Aktion an. Zuerst musste er bei sichtbarer Neugier der Vierbeiner die Stromleitung, die rund um die Koppel gespannt ist, ausschalten, um dann im Galopp an der Seite der Weide entlang die Kugel zu bergen. Wie der "Pferdeflüsterer" seinen Kollegen auf der Bank hinterher berichtete, habe er dann auch wieder ordnungsgemäß den "Saft" aufgedreht.

Stefan Kitowski, Fußballspieler des SV Wacker Obercastrop, stand wider Erwarten im Bezirksliga-Team beim 4:1-Sieg gegen den SV Hochlar. Sein Trainer Andreas Köhler war selbst überrascht, hatte er ja im Vorfeld berichtet, dass Kitowski verreist sei. Doch der rief seinen Coach am Mittag an, dass das Flugzeug aus Rom um 12 Uhr in Düsseldorf gelandet sei. Kitowski eilte flugs nach Hause, holte seine Tasche und stand nach dieser Odyssee pünktlich um 15 Uhr zum Anstoß in Recklinghausen auf dem Platz. Sein mitverreister Mannschaftskamerad Moritz Budde hat das nicht geschafft. Dessen Flieger hob erst am Montag aus Vatikanstadt ab.

Christian Pöther, Billard-Bundesliga-Spieler des ABC Merklinde, hat sich mit seinem "Billardtraum" ein vorzeitiges Geburtstags-Geschenk beschert. Pöther, der maßgeblich am Sieg der Bundesliga-Runde vor dem Ausnahme-Team des DBC Bochum beteiligt war, hat am Tag des Finales der Play-Off-Runde im Merklinder Bürgerzentrum Geburtstag. Der Technik-Spezialist wird am Sonntag, 19. April, 30 Jahre alt und könnte, wenn es im ersten Spiel am Samstag, 18. April, gegen den BSV Langenfeld gut läuft, tags darauf mit guten Chancen auf seine ehemaligen Kollegen aus Bochum treffen. Die hatte er mit dem ABC zuletzt an eigenen Tischen in der Liga mit 5:3 besiegt.

Marco Schulz, Torwart und Co-Trainer der Spvg Schwerin, trat gegen den TuS Eichlinghofen mit einem eher an Trainingsabende erinnernden ungewöhnlichen Outfit an. Der Keeper hatte ein gelbes Trikot an. Da aber seine Vorderleute die standesgemäß dunkelblauen Leibchen gegen gelbe Hemden wechseln mussten - die Gäste traten in Schwarz an - zog er sich schnell am Ostermontag ein orangefarbenes Leibchen über. Damit er sich für den Schiedsrichter optisch gut erkennbar unterschied.

Daniel Schultz, Torhüter beim Fußball-Bezirksligisten FC Frohlinde, hatte am Ostermontag beim 3:0-Sieg seines Teams bei Eintracht Datteln nicht nur den Strafraum vor seinem Tor im Blick, sondern das gesamte Geschehen auf dem grünen Rasen. Nachdem ein Mannschaftskamerad in der Schlussphase einen falschen Einwurf abgepfiffen bekam, betätigte sich Schultz auch als Geldeintreiber für die Mannschaftskasse. "Hast Du das aufgeschrieben?", rief der Keeper seinem Spielertrainer Michael Wurst zu. "Das kostet."

Michael Wurst, Spielertrainer und Torjäger beim Fußball-Bezirksligisten FC Frohlinde, konnte sich über ein rundum gelungenes Oster-Wochenende freuen. Zunächst stand für den 40-Jährigen die kirchliche Trauung in seiner Heimatstadt Bochum auf dem Programm, dann steuerte er zwei Treffer zum souveränen 3:0-Erfolg seiner Mannschaft bei Eintracht Datteln bei. "Ab jetzt feierst Du am besten an jedem Wochenende Deine Hochzeit", witzelten Wursts Frohlinder Teamkollegen nach dem Schlusspfiff in Datteln.