Jakschik verteidigt Titel mit dem Deutschland-Achter

Malte Jakschik vom RV Rauxel ist ein Wiederholungstäter: Wie schon im Vorjahr hat der RVR-Athlet mit dem Deutschland-Achter den Europameister-Titel gewonnen. Am Sonntag gewann das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) letztlich das EM-Finale in Posen (Polen) in überlegener Manier.

Posen/castrop-rauxel.. Mit einer halben Bootslänge Vorsprung auf den amtierenden Weltmeister Großbritannien kam der Deutschland-Achter ins Ziel. 5:24,23 Minuten zeigte die Uhr für Jakschik und Co. an, nachdem sie die 2000-Meter-Strecke gemeistert hatten. Die Briten benötigten rund zwei Sekunden länger (5:26,29) und hielten Russland (3./5:27,34), Gastgeber Polen (4./5:30,74), Frankreich (5./5:32,02) und die Niederlande (6./5:33,03) auf Distanz.

Dabei gab es für die Deutschen kein Start-Ziel-Sieg. Zwar lag die Crew von DRV-Nationaltrainer Ralf Holtmeyer nach den ersten 500 Metern (1:19,96 Minuten) vorn und Großbritannien (1:20,07) dahinter. Auf der 1000-Meter-Marke war es allerdings genau umgekehrt: Die Briten (2:41,19) hatten die Nase vorn und die Deutschen (2:41,21) hatten - wenn auch nur knapp - das Nachsehen.

Der Jakschik-Achter wendete aber danach recht schnell wieder das Blatt. Bei 1500 Metern (4:03,32) hatten die deutschen Ruderer bereits jene zwei Sekunden Vorsprung auf die Engländer (4:05,44), die auch auf der Ziellinie Bestand hatten.

Selbstvertrauen für WM

Es schwang eine gewisse Portion Genugtuung mit, als die Crew des Deutschland-Achters bei der Siegerehrung die deutsche Nationalhymne mitsang und den Moment sichtlich genoss. Schließlich war der erste große internationale Vergleich 2015 eine wichtige Standortbestimmung.

Malte Jakschik berichtete: "Das Finale war ein gutes Rennen. Am Anfang waren schwierige Bedingungen, dennoch sind wir ganz gut damit klar gekommen. Wir haben uns vorgenommen, die mittleren 1000 Meter stark zu fahren, was uns auch schon ganz gut gelungen ist. Muss man jetzt abwarten, wie es bei den nächsten Weltcup-Rennen weitergeht. Die Russen, Briten und natürlich auch wir werden uns weiterentwickeln. Wir haben noch einiges vor." Damit meint Jakschik vorallem die WM im französischen Aiguebelette (30. August bis 6. September).