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Handball - Landesliga

Ickern will die Kurve kriegen

03.02.2012 | 16:22 Uhr
Ickern will die Kurve kriegen

Handball-Landesligist TuS Ickern strebt nach der Pleite beim Schlusslicht VfL Kamen Wiedergutmachung an. Das soll am Sonntag der Gegner Soester TV II zu spüren bekommen, der in die Halle an der Habinghorster Straße kommt (18 Uhr).

Der Stachel der Kamen-Niederlage sitzt noch tief bei Ickerns Trainer Stephan Pade. In allen Belangen schlecht sei die Vorstellung seiner Mannschaft gewesen, vor allem aber im Angriff. Noch schlechter als seine Spieler sich im Torabschluss versucht hätten, ginge es gar nicht mehr. „Das ist aber gleichzeitig auch das einzig Gute“, sagt Pade. Denn eigentlich kann es da ja nur besser werden.

Dabei stören aber weitere Probleme, diesmal bei der Aufarbeitung der Schwächen. Es falle ihm schwer zu sagen, wie sein Team reagiert, sagt Pade. Das liegt nicht daran, dass er mit seinen Spielern nicht darüber gesprochen hat, sondern an der spärlichen Trainingsbeteiligung unter der Woche. Die Liste der angeschlagenen Spieler ist derzeit lang in Ickern: Björn Böcking plagt sich weiterhin mit Rückenproblemen, Kilian Esser hat Beschwerden mit seinem Knie, Pascal Ulrich mit den Augen, und auch Nadim Karsifi musst mit dem Training aussetzen.

Trotz allem will der TuS Ickern am Sonntag in eigener Halle gegen den Soester TV II „die Kurve kriegen“, wie Pade es ausdrückt. Die zwei in Kamen verlorenen Punkte, die den TuS einen Platz im gesicherten Mittelfeld kosteten, sollen eben jetzt aufs Konto. Bei einem Sieg könnte die Pade-Sieben die Gäste überholen, denn Ickern auf Platz elf trennen nur das schlechtere Torverhältnis und der verlorene direkte Vergleich vom Soester TV auf Rang zehn. Mit 28:27 hatte die Soester Reserve den ersten Vergleich am zweiten Spieltag für sich entschieden. „Wir haben zwar verloren, aber das Spiel hätte auch für uns ausgehen können“, sagt Stephan Pade im Rückblick. Dass das damals nicht der Fall war, wolle man jetzt korrigieren.

Klammert man die Niederlage in Kamen aus, hat der TuS im Vergleich zuletzt auch eine bessere Form nachgewiesen als der Gegner. Die letzte Niederlage datiert vom 3. Dezember 2011, als man beim HSC Haltern-Sythen mit 26:31 unterlag.

Den Gästen ist das Gefühl des Verlierens präsenter. Soest hat alle drei Begegnungen 2012 abgegeben. Bei Westfalia Herne (36:45) und gegen Spitzenreiter TuS Hattingen (28:38) sogar sehr deutlich. Zuletzt gab es aber einen leichten Aufwärtstrend: Gegen die HSG Schalke 04/96, als Dritter immerhin einer der Verfolger Hattingens, zog man nur knapp mit 28:30 den Kürzeren.

Sebastian Schneider

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