Ickern will auf Distanz gehen / HSG beim Spitzenteam

Auf Platz fünf geht der TuS Ickern in das Saisonfinale in der Handball-Landesliga. Noch fünf Partien stehen in dieser Spielzeit auf dem Plan. Die erste davon absolviert der TuS am Sonntag, 12. April, auf eigenem Parkett gegen den Siebten, den TV Brechten. Eine ganz schwere Aufgabe wartet am 22. Spieltag auf die Bezirksliga-Handballer der HSG Rauxel-Schwerin.

Castrop-rauxel.. TuS Ickern - TV Brechten
(Sonntag, 18 Uhr, Sporthalle an der B235)

Mit drei Punkten Vorsprung gegenüber den Dortmundern treten die Ickerner die Partie an. Im Falle eines Sieges könnte der TuS den Verfolger also bereits deutlich distanzieren. Die Bilanz in eigener Halle spricht für die Ickerner, die von zehn Heimspielen in dieser Saison nur zwei verloren haben. Allerdings sind die Erwartungen gedämpft, den Trainer Ralf Utech wird gerade einmal zehn Spieler, inklusive Jan-Ole Becker und Carsten Böcking aus dem Kader der zweiten Mannschaft, aufbieten können.

Ohne Rückraumspieler

Für den Rückraum fallen in Kilian Esser, Nils Rodammer und Maurice Zendrowski gleich drei wichtige Akteure aus. Auch Kreisläufer Sascha Knauf, Außenspieler Florian Mothes und der zweite Torwart, Alexander Busche, stehen gegen Brechten nicht zur Verfügung.

Unter normalen Umständen sehe er sein Team "auf Augenhöhe" mit den Brechtenern, was ja durch die Tabellensituation dokumentiert werde, erklärt Utech. "Angesichts der Personaldecke, die uns am Sonntag zur Verfügung steht, brauchen wir uns über die Stärken des Gegners aber eher weniger Gedanken machen"; den Ausfall von sechs Stammspielern können wir eigentlich nicht kompensieren."

Dennoch gibt sich der TuS-Trainer kämpferisch: "Wir werden das Beste aus der Situation machen und versuchen über die Abwehrarbeit ins Spiel zu finden", sagt Utech. "Spielerische Glanzleistungen wird man sicherlich nicht erwarten können, aber gerade in unserer Halle kann man mit der richtigen Einstellung auch für die eine oder andere Überraschung sorgen."

ATV Dorstfeld - HSG Rauxel-Schwerin
(Sa, 18.30, Sporthalle Dorstfeld, Fine Frau)

Die HSG tritt beim Tabellenführer ATV Dorstfeld an, der noch keinen einzigen Punkt abgegeben hat. Die Castrop-Rauxeler hingegen stehen im Niemandsland der Tabelle. Viel mehr als den siebten Platz, auf dem sie in den Spieltag gehen, kann die HSG in den ausstehenden fünf Partien kaum noch erreichen. Der Rückstand auf den Westfalia Hombruch 2 (6.) beträgt sieben Punkte.

Der ATV führt die Tabelle in beeindruckender Manier an. Mit 13 Zählern Vorsprung zum zweiten Platz hat er bereits den Aufstieg sicher. Gerald Raasch, Trainer der HSG Rauxel-Schwerin, will nicht darauf spekulieren, dass der Gegner einen Gang zurückschalten könnte. "Ich bin nicht derjenige, der auf Schwächen des Gegners hofft, sondern blicke lieber auf die eigenen Möglichkeiten."

Diese werden wohl begrenzt sein: Nur sieben Feldspieler, darunter die Nachwuchskräfte Alexander Materna und Dominik Peters, konnte der Übungsleiter am Freitag sicher für den Kader benennen. Raasch hofft allerdings darauf, dass die schwierige Ausgangslage eine zusätzliche Motivation für seine Schützlinge darstellen könnte: "Wir haben eigentlich keine Chance, aber vielleicht liegt genau darin unsere Chance."