Hintertürchen als Spekulationsobjekt
19.02.2010 | 15:30 Uhr 2010-02-19T15:30:00+0100Castrop-Rauxel. Drei Spieltage vor Saisonschluss müssen die Sportkegler der SK Castrop weiterhin um den Klassenerhalt in der NRW-Liga zittern. Am Samstag (20.) steht das vorletzte Heimspiel gegen den KSC Neheim an. Und da darf rein gar nichts schiefgehen.
„Ist da noch ein Fünkchen Hoffnung?”, fragten sich die Sportkegler der SK Castrop-Rauxel nach dem unverhofften Auswärtspunkt beim bisherigen Tabellenführer KV Gütersloh-Rheda.
„Ein bißchen schon”, sagt Joachim Müller, der vor zwei Wochen gemeinsam mit Uli Eudenbach die Kohlen aus dem Feuer geholt hatte, „aber da darf nun rein gar nichts mehr schief gehen”. Und nicht nur das. Auch die Abstiegs-Konkurrenz aus Hürth und Wattenscheid muss noch mitspielen. „Die dürfen nirgendwo noch einen Extra-Punkt einspielen”, stellt Müller klar.
Nur dann kann für das Schlusslicht von der Wartburgstraße die Rechnung aufgehen und der Sprung auf den drittletzten Platz der NRW-Liga noch gelingen. Dieser achte Rang führt normalerweise zum direkten Abstieg, kann aber unter Umständen noch zu einer Relegation reichen. „Wenn kein Verein aus der 2. Bundesliga in die NRW-Liga absteigt”, erläutert Müller die Voraussetzung dafür, dass sich – wie schon in der vorigen Saison – noch ein Hintertürchen öffnet. Im Moment sieht es in der 2. Liga ganz gut aus, Union Gelsenkirchen hat als Siebter drei Punkte Vorsprung vor einem Abstiegsplatz.
Den zweiten Schritt nicht vor dem ersten tun
Doch diese Spekulation ist reine Zukunftsmusik. „Wir dürfen den zweiten Schritt nicht vor dem ersten tun”, kehrt Müller zurück zur Realität, „erstmal müssen wir unsere Aufholjagd erfolgreich gestalten”. Und die wird schwer genug, setzt die SKC-Kugelschieber unter Erfolgsdruck. Am Samstag (20.) muss erstmal ein 3:0-Heimsieg gegen den Tabellensechsten KSC Neheim her. Eine Woche später geht's zum Tabellenvierten BG Hagen – die letzte Chance auf einen Auswärtszähler, der dann durchaus zum „big point” werden könnte. Am 20. März endet die Saison mit dem Heimspiel gegen die SK Kamp-Lintfort, die dann möglichweise bereits als Meister festehen wird.
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