Handballer gönnen sich Super Bowl nach Super-Sieg

Das hatten sich die Spieler des TuS Ickern auch verdient: Nach dem Sieg gegen Hombruch am Sonntag, stand für einige Spieler noch ein langer Fernseh-Abend an. Sportlich gingen die Handballer dabei fremd - für den Trainer kein Problem. Sportliche Anekdoten vom Wochenende: hier "Auf der Außenbahn".

Castrop-rauxel.. Ralf Utech, Trainer des Handball-Landesligisten TuS Ickern, hatte am Sonntagabend unmittelbar nach dem 28:21-Sieg seines Teams gegen Westfalia Hombruch schon eine ganz andere Sportart im Blick. "Die Jungs haben sich den Super-Bowl-Abend redlich verdient", lautete sein Fazit. Einige TuS-Spieler trafen sich nach der Partie zum gemeinsamen TV-Abend mit der nächtlichen Übertragung des American-Football-Klassikers, den die New England Patriots gewannen.

Michael Esser, Fußball-Torwart beim Zweitligisten VfL Bochum, gab am vergangenen Samstag eine 60 Minuten lange Bewerbung für eine Vertragsverlängerung im Sommer bei seinem Club. Er hütete in der ersten Stunde des abschließenden Vorbereitungsspiel beim Liga-Rivalen Spvg Greuther Fürth (1:1) das VfL-Tor. Er kassierte zwar den Ausgleichstreffer, hielt mit einigen Paraden davor und danach aber seinen Kasten sauber. Von der 61. bis zur 90. Minute war dann der langzeitverletzte Kapitän Andreas Luthe im Tor - und konnte sich noch zweimal auszeichnen.

Marc Olschewski, Fußballspieler der SG Castrop, widersprach mit seiner Trikotwahl beim Testspiel gegen den VfB Botttrop/Ebel einem früheren Werbe-Slogan. Hieß es damals in etwa: "Nur was da drauf steht, ist auch dort drin", irritierte der Kicker vor allem die Leute von auswärts, die aufgrund des Namens auf dem Leibchen von einem anderen "Inhalt" ausgehen mussten. Denn Olschewski hatte sein Trikot nicht gefunden und kurzerhand das Hemd von Dennis Dannemann aus dem Koffer gezogen.

Günter Gregg, Akteur der ersten Mannschaft der Billardfreunde Schwerin, kam beim Spiel der 1. Bezirksliga gegen den TuS Kaltehardt nicht zum Einsatz. Der Grund? Das Vierkampf-Spiel wurde um eine Stunde vorverlegt, ohne dass es Gregg mitgeteilt wurde. Gut, dass Ingo Sawalies vor Ort war. Der übernahm den ungewohnten Einband-Part und konnte in dieser schwierigen Disziplin, auch zur Freude des mittlerweile zuschauenden Stammspielers, einen Partiepunkt zum Remis beisteuern.

Daniel Komorek aus der sportlichen Leitung der SG Castrop musste beim ersten Testspiel gegen den VfB Ebel (Bottrop/Kreisliga A) den neuen Coach Dennis Hasecke an der Linie vertreten. Der SG-ler erklärte den Grund des Trainers (Krankheitsfall) und berichtete weiter, wie der Kontakt zum hierzulande eher unbekannten Verein vom Niederrhein zustande kam. Komorek: "Ich habe immer schon gerne Gegner von auswärts gesucht, das geht über eine Fußballbörse im Internet ganz einfach.