Für Malte Jakschik stehen die ersten Wettkämpfe an

Für Malte Jakschik vom Ruderverein Rauxel nimmt die Saison im Team Deutschland-Achter Fahrt auf. Am vergangenen Wochenende hat er mit der Mannschaft des Deutschen Ruderverbandes (DRV) das Trainingslager im spanischen Sevilla beendet. Nun laufen die Vorbereitungen auf die ersten Wettkämpfe im neuen Jahr.

Castrop-rauxel.. "Man merkt schon, dass das Trainingspensum jetzt angezogen wird", sagte Jakschik am Mittwoch nach seiner Rückkehr aus Spanien. Das Trainingslager in Sevilla sei für ihn persönlich positiver verlaufen als die erste Vorbereitungsphase, die zur Jahreswende im italienischen Sabaudia stattgefunden hatte.

Seinerzeit hatte sich Jakschiks Zweier-Partner Maximilian Reinelt (Ulmer Ruderclub Donau) verletzt und war über einen längeren Zeitraum ausgefallen. "In Sevilla konnten wir jetzt durchgehend gemeinsam trainieren", berichtet Jakschik. Eine gute Voraussetzung für die kommenden Aufgaben, denn es geht auf die Nominierungen für den Deutschland-Achter 2015 zu.

Zunächst stehen am letzten März-Wochenende ein Ergomester-Test über 2000 Meter und ein Rennen über die Sechs-Kilometer-Langstrecke in Leipzig auf dem Plan. Dann folgen ab Freitag, 17. April, auf der Regattastrecke Beetzsee in Brandenburg die Deutschen Kleinboot-Meisterschaften, bei denen Jakschik und Reinelt im Zweier an den Start gehen.

Die erfolgreichsten Duos in diesem Wettbewerb werden voraussichtlich die Stammbesetzung des Deutschland-Achters in dieser Saison bilden, in der das Team unter anderem als Titelverteidiger bei der Europameisterschaft im polnischen Poznan (29. bis 31. Mai) antreten wird.

Fünf Plätze für Olympia

Das absolute Highlight für die Ruderer beginnt am 30. August. Dann steht die Weltmeisterschaft im französischen Aiguebelette an. In diesem Jahr kommt dem Turnier besondere Bedeutung zu, weil dort fünf Startplätze für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro vergeben werden.

Das große deutsche Olympia-Thema dieser Tage, die geplante Bewerbung Hamburgs für 2024, habe indes beim DRV-Achter bislang für wenig Gesprächsstoff gesorgt, berichtet Jakschik. "Selbst für mich als einen der Jüngeren im Team ist das Thema noch sehr weit weg", sagt der Ruderer, der zum möglichen Zeitpunkt der Hamburg-Spiele 31 Jahre alt wäre. Grundsätzlich fände er Olympia in Deutschland begrüßenwert. "Das wäre eine schöne Sache", sagt Jakschik, und fügt schmunzelnd hinzu: "auch als Zuschauer".