Drei Mal null Punkte zum Jahresabschluss

Lange Gesichter vor der Winterpause: Keines der drei Castrop-Rauxeler Teams konnte am letzten Spieltag des Jahres punkten. Der FC Frohlinde, Wacker Obercastrop und die Spvg Schwerin mussten sich ihren jeweiligen Gegnern geschlagen geben. Wacker und Schwerin überwintern im Tabellenkeller, Frohlinde im Mittelfeld.

CASTROP-RAUXEL.. Fußball-Bezirksliga 9, 16. Spieltag

SV Arminia Marten -SV Wacker Obercastrop 3:0 (2:0)

Wie im Hinspiel musste sich der SV Wacker Obercastrop auch im Rückspiel Arminia Marten mit 0:3 geschlagen geben. Obercastrop bleibt auf einem Abstiegsplatz. Trotzdem ist der Obercastroper Trainer Dennis Hasecke optimistisch. Er sagt: "Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen, wir werden mit frischem Elan in die Fortsetzung der Rückrunde (15. März, Anm.d.Red.) gehen."

Wenn auch das Ergebnis gegen Marten das Gleiche war, die Voraussetzungen diesmal waren es nicht. Damals platzte die Reservebank förmlich vor personeller Präsens, diesmal wurden gar zwei Spieler aus der zweiten Garnitur, deren Spiel aus Personalmangel ausfiel, eingewechselt. Und in Cihangir Sahinli fiel noch ein Spieler aus, der im Vorfeld als Hoffnungsträger in der Offensive genannt wurde.

Doch der Stürmer hatte einen guten Grund zu fehlen, wie sein Coach Hasecke mitteilte: "Er ist in der Nacht vor dem Spiel Vater geworden." Da kann man nur gratulieren. Das Spiel in Marten ist schnell erzählt. Der Tabellenzweite suchte seine Chancen schnell und gradlinig. Und die beiden Tore binnen fünf Minuten (23./28) spielte den Hausherren in die Karten. Obercastrop besaß zumeist Chancen durch Weitschüsse von Stefan Kitowski und Manuel Backes. Das 3:0 (62.) machte dann endgültig schnell einen Haken unter das Geschehen.

TEAM UND TORE
OBERCASTROP:
Scholka, Barfuß, Fritsch, Dretakis, Schröder, Kitowski, El Moutaouafik (44. Queder), Boudhan, Backes, Herder (89. Gülünoglu), Wisnewski (83. Korn).
Tore: 1:0 (23.), 2:0 (28.), 3:0 (62.).


SV Westfalia Huckarde -FC Frohlinde 2:1 (2:1)

Bereits nach sechs Minuten nutzten die Gastgeber einen Ballverlust der Castrop-Rauxeler zu einem erfolgreichen Konter. Marcel Erdmann markierte das 1:0 für Huckarde, das nach diesem Spieltag Platz sieben belegt. Die Frohlinder, die unter anderem auf ihren Torjäger Michael Wurst verzichten mussten, ließen sich von dem frühen Rückstand jedoch nicht beirren und kamen zehn Minuten später zum Ausgleich: Sebastian Janas wurde im Huckarder Strafraum zu Fall gebracht und trat selbst zum Elfmeter an. Vom Punkt scheiterte er am Dortmunder Schlussmann Christian Nowak, brachte den Nachschuss jedoch zum 1:1 im Gehäuse unter.

Auch in der Folgezeit hatten die Frohlinder mehr vom Spiel. Wieder war es Janas, der in der 29. Minute aus rund 20 Metern auf das Tor schoss, der Huckarder Keeper klärte jedoch zur Ecke. Auf der anderen Seite musste Frohlindes Torhüter Daniel Schultz in höchster Not retten, als ein Huckarder Spieler im Alleingang auf ihn zusteuerte (35.). Zehn Minuten später gab es eine ähnliche Situation vor dem Tor der Castrop-Rauxeler. Erdmann, schon der Torschütze des ersten Huckarder Treffers, steuerte auf Schultz zu und ließ ihm keine Chance.

Nachdem mit dem 1:2 aus ihrer Sicht die Seiten gewechselt worden waren, drängten die Frohlinder mit aller Macht auf den Ausgleich. In den ersten 20 Minuten des zweiten Durchgangs erspielte sich der FCF nahezu im Minutentakt hochkarätige Möglichkeiten: Dietrich Liskunov (58.) und Michael Janus (59.) trafen über das Tor, Alexander Sube zielte aus kurzer Distanz daneben (60.), bevor Liskunov am Pfosten scheiterte (62.). Huckarde kam in diesem Spielabschnitt kein einziges Mal mehr gefährlich vor das Frohlinder Tor. Dennoch reichte es zum Sieg. Weil die Gäste ihre Chancen teilweise zu leichtfertig vergaben, in der Schlussphase aber auch noch Pech hatten: Einmal mehr setzte sich der gut aufspielende Liskunov auf der linken Seite durch und überwand Huckardes Schlussmann. Der Ball landete aber wieder nur am Pfosten (84.).

TEAM UND TORE
FROHLINDE:
Schultz, Janus, Hoffmann, Matuszak (64. Moussa), Lauth, Obi, Liskunov, Günther, Ruffer, Sube (74. Urbanski), Janas.
Tore: 1:0 (6.), 1:1 (16.) Janas, 2:1 (45.).
Bes. Vorkommnis: Janas scheitert mit einem Foulelfmeter am Torhüter, trifft aber im Nachschuss (16.).


Spvg Schwerin -SV Borussia Ahsen 0:2 (0:0)

Obwohl Trainer Thomas Faust seine Formation im Vergleich zur Herten-Partie auf mehreren Positionen änderte, änderte sich in der Spielanlage überhaupt nichts. Faust sagte nach dem Abpfiff: "Das war grottenschlecht." Was die Gäste dann aus ihrer Sicht auch rechtzeitig bemerkten, aber erst nach kleineren Annäherungs-Versuchen Richtung Schweriner Tor. Zunächst parierte Torwart Marco Schulz zwei Bälle, dann landete ein Ahsener Schuss am Pfosten. Das machte wohl Mut, während die Hausherren mittlerweile völlig mutlos zuschauten. So beim 0:1 (78.), das die Gäste auf die Siegerstraße führte. Viele Schweriner Fans verließen schon hier verärgert die Platzanlage. In dieser Form hatte man das auch noch nicht gesehen.

Dabei kam es noch schlimmer. Ein Eckball und ein Stürmer, der kurz vor dem Tor frei zum Kopfball kam. Das 0:2 (86.). Der "Ofen" auf der zugigen Sportanlage auf dem Schweriner Berg war aus. Die Spvg hatte es somit auch am 2. Advent nicht geschafft, eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller auf Distanz zu halten. Alle Teams sind jetzt in der Tabelle enger zusammengerückt. Alle Rechnungen im Vorfeld - gegen Herten und Ahsen sechs Punkte zu holen - sind nicht aufgegangen.

Noch schlimmer: Schwerin hat gegen die beiden Abstiegsaspiranten nicht ein Tor erzielt. Bitter genug. Wenn man etwas Positives aus der Situation ziehen kann, ist es die Tatsache, dass die Faust-Elf nicht auf einem Abstiegsplatz überwintert. Und zu Platz acht sind lediglich vier Punkte zu überbrücken. Die Hoffnung wird also mit ins Neue Jahr genommen.

TEAM UND TORE
Schwerin:
Schulz, Reuscheck, Behrends (70. Geiger), Alanyali (70. Poslednik), Godinho, Hill, Foitzik, Michna, Dapi, Karakabak, Hipe.
Tore: 0:1 (78.), 0:2 (86.).