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Korfball

Doppelter Einsatz

26.01.2012 | 17:18 Uhr
Doppelter Einsatz

Lennart Schwirtz vom Schweriner KC freut sich auf die Herausforderung. Sportlich und organisatorisch

Gemeinsam mit ihrem Mitspieler Julian Schittkowski sind Sie auf dem großen Werbeplakat für den Euro Shield. Und sehen ganz schön geschafft aus.

Lennart Schwirtz: Ja, das war auch eine schwere Geburt. Über zwei Stunden lang hat unser Mitspieler Stefan Halberstadt uns fotografiert. Solange, bis dieses eine Bild endlich im Kasten war. Stefan hatte sogar extra eine Sprühflasche mit Wasser dabei, damit wir geschwitzt aussehen. Am Ende ging es auch ohne.

Am Nachmittag fällt endlich der Startschuss zum Euro Shield. Die Vorfreude bei Ihnen und der Mannschaft müsste im doppelten Sinne riesig sein.

Das stimmt. Wir wollen natürlich sportlich eine gute Rolle spielen. Als Schweriner KC haben wir aber auch die einmalige Gelegenheit, uns als Verein auf internationaler Bühne zu präsentieren. Wir haben die Chance, ein tolles Turnier auf die Beine zu stellen. Die wollen wir nutzen.

Was war ausschlaggebend, um den Zuschlag vom Internationalen Verband zu erhalten?

Ich denke, schon der Slogan „Pure emotion for the game“ hat den Verband angesprochen. Wir hatten im vergangenen Jahr in Warschau auch die größte Fangruppe, die Euphorie für den Korfball ist bei uns riesig. Und die Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule muss dem Verband auch ganz gut gefallen haben. Unsere Bewerbung war auf jeden Fall über 30 Seiten lang.

Sie waren mit Julian Schittkowski auch für die Organisation der Siegerehrung zuständig. Hand aufs Herz. Eigenes Interesse?

Natürlich. Dass wir gewinnen, ist doch klar (lacht). Natürlich nicht. Wenn wir unter die ersten Drei kommen, wäre das ein riesen Erfolg für uns. Der Euro Shield ist zwar keine Fußball-Weltmeisterschaft. Aber nur einen Pokal samt Händedruck und anschließend ein lautes Tschüss wird es am Sonntag nicht geben. Wir werden bei der Siegerehrung ein bisschen was zeigen.

Wer ist Ihr Favorit auf den Titel?

Das ist schwer zu sagen. Wir sind es aber nicht. Bis auf Nottingham und Pegasus Rommerscheid kenne ich die Teams nicht. Das Schöne beim Euro Shield ist, dass keine Mannschaft aus den Niederlanden oder Belgien dabei ist. Der Gewinner steht also nicht vorher schon fest.


Ihre Mannschaft übernachtet sogar im Hotel. Also rechnet sich der SKC doch schon was aus, oder?

Das war der Wunsch unseres Trainers Martin Kamphuis. Wir wollen ein richtiges Turnierfeeling bekommen und uns nicht eine Stunde vor dem Spiel treffen. Das schweißt zusammen. Ja, und vielleicht bringt es auf dem Feld ja doch noch ein paar Prozent mehr.


Auf welchen internationalen Gast freuen Sie sich eigentlich am meisten?

Auf die Katalanen bin ich gespannt. Mit denen hatte ich im Vorfeld regen E-Mail-Kontakt. Die haben sich nach der Verpflegung für Zuschauer erkundigt. Ich habe denen dann geschrieben, dass der Grill an ist und es Kuchen gibt. Aber das reicht denen nicht. Ich musste denen sogar eine lange Liste mit allen Restaurants in Castrop-Rauxel schicken.

Christoph Winkel

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