Das aktuelle Wetter NRW 19°C
Tanzen

Dance-City: Jazz geht’s los

07.02.2012 | 16:39 Uhr
Dance-City: Jazz geht’s los

Die Melodie des Liedes „Killing in the name of“ der Rockband Rage Against the Machine beginnt aus den Boxen zu dröhnen, die Tänzerinnen betreten die Bühne und stellen sich in ihrer Position auf. Als das berühmte Gitarrensolo beginnt, fangen die Akteurinnen an wild zu tanzen: Gegenseitig heben sie sich hoch, werfen sich in die Höhe oder performen gemeinsam schnelle Choreographien. Was man als Zuschauer zu sehen bekommt, sieht sehr gekonnt aus.

Kein Wunder – die beiden Mannschaften „JazzExplosion“ und „Jazz in Motion“ der Tanzschule „Dance-City“ hatten Samstag eine gemeinsame Probe: „zwei bis dreimal wöchentlich trainieren die Damen gemeinsam“, erklärt István Rácz, der Leiter von Dance-City. Wie der Name der beiden Teams schon verrät, tanzen sie in Jazz- und Modern Dance-Formationen. Das dafür nötige, vielseitige Trainingsprogramm hat einen einfachen Grund: „Die nächste Saison steht bevor, beide Mannschaften tanzen in der Oberliga, da ist eine gute Vorbereitung die Voraussetzung, um gute Leistungen abzuliefern“, sagt Rácz.

Für die Tänzerinnen ist dieser Übungsrhythmus normal: „Natürlich ist es manchmal stressig, so viel zu trainieren. Aber am Ende haben wir alle viel Spaß und Freude am gemeinsamen Sport“, macht Joana Klein von „JazzExplosion“ deutlich. Die 26-Jährige ist bereits seit 1998 Mitglied bei Dance-City und in zwischen auch Mannschaftskapitänin von JazzExplosion.

Die Tanzformation um Jazz in Motion tritt mit Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren an, trainiert wird diese „Talentschmiede“ von Nina Dickmann und Julia Thober. Jazz Explosion hingegen ist mit Frauen im Alter von 18 bis 26 Jahren besetzt, Übungsleiterin Marie Kristin Witthaus weiß noch nicht genau, wo der Weg für die beiden Mannschaften hingehen wird: „Wir wollen auf jeden Fall mehr als den Klassenerhalt erreichen. Die Punktrichter sind sich aber häufig uneinig, da ist es schwierig eine Prognose oder ein Ziel auszusprechen.“

Eins ist jedoch sicher, die beiden Tanz-Teams werden im Laufe der Saison nicht gegeneinander um eine Platzierung kämpfen müssen, auch wenn beide in der Erwachsenen-Altersklasse antreten: „Wir wollten eine Konkurrenzsituation vermeiden und haben beantragt, in unterschiedlichen Staffeln starten zu dürfen“, erklärt Witthaus. Vor allem von „Jazz in Motion“ soll so der Druck vor der Oberliga-Premiere genommen werden: Nach ihrem Aufstieg in der vergangenen Saison ist es ihre Premiere in dieser Klasse.

In einer Oberliga-Saison kommt es zu vier Wettbewerben mit zehn Teams. Bereits Sonntag (5.) sind die Damen von JazzExplosion in die neue Saison gestartet: Sie belegten auf dem Turnier in Düsseldorf zwar nur den siebten Platz, wollen auf dem kommenden Wettkampf am 10. März in Wuppertal allerdings mehr erreichen: „Wir wollen und müssen uns natürlich verbessern“, erläuterte Pressesprecherin Petra Stankowski im Anschluss des Turniers. „Jazz in Motion“ hingegen wird erst am 3. März starten.

Ob die Tanzszene in der Europastadt in den kommenden Monaten um ein paar Triumphe reicher wird, ist also noch offen – klar ist jedoch, dass István Rácz stolz sein kann: Er hat in seiner Tanzschule gleich zwei Mannschaften auf die Beine gestellt, die in dieser Saison auf hohem Niveau tanzen. Die Oberliga ist schließlich die vierthöchste Tanzklasse im Deutschen Tanzsportverband.

Stephan Rathgeber

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6325941/create

Aktuelle Fotos und Videos
Laufen in Ickern
Bildgalerie
Volkslauf
Im Hallenbad
Bildgalerie
Nachwuchsschwimmen
Echte Meister
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Kuhn-Elf erkämpft Unentschieden
Fußball: Bezirksliga
Die Zuschauer am Habichthorst sahen eine hitzige Partie – VfB-Trainer Kuhn wurde beim 1:1 des Platzes verwiesen.
Wacker enttäuscht beim Absteiger
Fußball: Bezirksliga
Tief enttäuscht zeigte sich Wacker Obercastrops zum Saisonende scheidender Trainer Uwe Esser nach der 0:1-Niederlage seiner Mannschaft beim schon feststehenden Absteiger TuS Rahm.