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Dabei sein mit Yorck Polus

12.02.2010 | 17:07 Uhr
Dabei sein mit Yorck Polus

Castrop-Rauxel. Er sitzt eigentlich nur noch nebenbei für den Ruderverein Rauxel im Männerachter. Im Hauptberuf ist Yorck Polus beim ZDF beschäftigt. Zur Zeit weilt er im kanadischen Vancouver, von dort berichtet er von den Olympischen Winterspielen. Wir haben ihn kurz vor Beginn der Spiele befragt.

Dabei sein ist alles. Wer kennt es nicht, das Motto der Olympischen Spiele, gepaart mit dem besonderen Geist, dem Flair. Sportler aus aller Welt kommen zusammen, messen sich in den unterschiedlichsten Disziplinen und die ganze Welt schaut zu. Yorck Polus darf als Journalist für das ZDF in Vancouver dabei sein und den Olympischen Geist hautnah erleben.

Eigentlich ist der 38-jährige Europastädter eher „gelernter Sommersportler” und steigt für den RV Rauxel in Ruderboote, aber auch für den Sport im Schnee kann sich der Bundesliga-Ruderer begeistern. „Die Freude bei mir ist enorm, denn Olympische Spiele sind einfach das größte, was man als Sportler erleben kann. Und ich als Sportler fiebere mit den Athleten vielleicht sogar noch etwas mehr als Kollegen ohne sportliche Vergangenheit", sagt Yorck Polus.

Vancouver versprüht ein besonderes Flair

Seit drei Tagen ist der Henrichenburger jetzt in Kanada und spürt an allen Ecken und Enden die Vorfreude auf die Spiele. „Die Stimmung in Vancouver ist wirklich klasse. Diese Stadt verströmt ein ganz besonderes Flair. Eine Traum-Metropole am Meer. Mittlerweile bin ich in Whistler Mountain und auch an diesem berühmten Skiort steigt das Olympia-Fieber mit jedem Eintreffen neuer Sporter.”

Frühlingshafte zwölf Grad empfingen die ZDF-Journalisten bei ihrer Ankunft in Vancouver, und im Alpinen Skigebiet, dem Einsatzort für Yorck Polus, schneit es bei gerade mal knappen Null Grad.

Nordische Kombination und Ski-Langlauf

Das Olympische Feuer brannte zwar noch nicht, doch über Mangel an Arbeit konnte sich Yorck Polus nicht beklagen. Denn der studierte Sportwissenschaftler hat jede Menge vorzubereiten. „Ich werde von der Nordischen Kombination und vom Ski-Langlauf berichten”, sagt Polus. Zahlreiche Entscheidungen stehen da auf dem Programm, aber damit nicht genug. „Es kann durchaus auch passieren, dass ich beim Ski Alpin oder Biathlon aushelfen muss.”

Urlaub hört sich anders an, aber deswegen ist Polus ja auch nicht in Kanada. Dennoch, für „Doc” Polus gibt es nichts Schöneres. Und als mittlerweile schon „alter Hase” im Olympiageschäft weiß er mit der Situation umzugehen. „Bei den Spielen 2000 in Sydney saß ich noch in der Heimatredaktion und war nicht live mit dabei. Seitdem dann aber immer, also sind es jetzt meine fünften Olympischen Spiele, bei denen ich vor Ort sein darf”, sagt Polus. Bereits 2002 in Salt Lake City (USA) und 2006 in Turin (Italien) stand Polus bei den Olympischen Winterspielen als Experte für den Nordischen Skisport vor der Kamera. 2004 in Athen (Griechenland) und 2008 in Peking (China) waren u. a. Rudern, Kanu und Handball die olympischen Disziplinen des Henrichenburgers.

Auch das "Abseitige" rückt in den Mittelpunkt

Und einen besonderen Tipp hat er für alle Daheimgebliebenen auch, denn wer wüsste besser, was nicht verpasst werde darf, als der Experte vor Ort: „Wenn Kanada gegen die USA im Eishockey antreten sollte, darf man das auf keinen Fall verpassen. Aber das Interessante bei den Spielen ist ja auch, dass neben den bekannten Sportarten das Abseitige in den Mittelpunkt rückt. Ich freue mich auf Sportarten wie Ski-Cross, Shorttrack oder Buckelpiste.”

Felix zur Nieden

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