Castrop-Rauxeler Keeper duelliert sich mit Hulk

Der Castrop-Rauxeler Torwart Michael Esser stand am Wochenende dem Hulk gegenüber - zum Glück nur auf dem Fußballplatz. Außerdem "Auf der Außenbahn": Bei einem Ruderer und einem Fußballspiel drehte sich am Wochenende einiges um Kleidung und ein Tennisspieler kam der Wimbledon-Legende Boris Becker ganz nah.

Castrop-rauxel.. Michael Esser, Profi-Fußball-Torwart aus Castrop-Rauxel, musste sich am Wochenende mit "Hulk" auseinandersetzen. Dabei handelte es sich keineswegs um die grüne Comic-Figur, sondern um den gleichnamigen Stürmer-Star aus Brasilien, der mit seinem Verein Zenit Sankt Petersburg auf Essers neuen Club Sturm Graz traf. Das russische Team setzte sich bei dem Testspiel im österreichischen Ilz knapp mit 1:0 durch. Esser, der über 90 Minuten zum Einsatz kam, wurde dabei nicht von Hulk, sondern von Artyom Dzyuba überwunden.

Martin Broll, Sportlicher Leiter des SuS Merklinde, konnte sich am Sonntag am Rande des Testspiels gegen den SV Urania Lütgendortmund über eine Reihe von Sportsachen freuen. Beim Fußball nicht unbedingt ungewöhnlich, haben die Kleidungsstücke aber einen besonderen Grund. Diese wurden als Spende für Flüchtlinge gesammelt. Und Broll will eigens noch einmal die Werbetrommel für das soziale Projekt rühren: "Wir fragen nun noch einmal bei den Altherren nach Spenden nach."

Malte Jakschik, Ruderer vom Rauxeler und Mitglied des Deutschland-Achters, hat sich für das vergangene Wochenende ein zum Rennen passendes Dress zugelegt. Mit seinem Mannschaftskameraden war der RVR-Athlet bei der Henley Royal Regatta auf der Themse bei London am Start. Vor dem Wettbewerb veröffentlichte Jakschik auf der Internet-Plattform Facebook ein Foto, das ihn in Kleidung zeigt, die an die 1920er Jahren erinnert - mit kurzen Hosen und einem Strohhut. Der Retro-Look verhalf dem Deutschland-Achter nicht zum Sieg. Im Duell mit Gastgeber Großbritannien hatten die heimischen Ruderer - dann wieder im modernen Sport-Dress überraschend deutlich das Nachsehen.

Dieter Düwel, Tennisspieler des TC Castrop 06, nahm am vergangenen Freitag und Samstag hochkarätigen Anschauungs-Unterricht für seinen Turnier-Einsatz in dieser Woche beim ITF-Senioren-Turnier in Essen. Mit seiner Frau Susanne weilte er im Tennis-Mekka Wimbledon und war auf der Tribüne des Center Court Zuschauer bei den Partien der Weltranglisten-Nummer Eins Serena Williams (USA) gegen die Engländerin Heather Watson (6:2, 4:6, 7:5) sowie der Deutschen Andrea Petkovic gegen Zarina Diyas (Kasachstan/5:7, 4:6). Nur zwei Sitze neben den Düwels nahm Wimbledon-Legende Boris Becker Platz. Nach einem gemeinsamen Foto fragte Dieter Düwel schließlich Becker nicht. Der Castrop-Rauxeler berichtete: "Ich habe es nicht versucht. Zumal Becker sogar den Autogramm-Wunsch eines Jungen verneint hat."