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Fußball – Stadtmeisterschaft

Alle vier Jahre wieder

03.08.2012 | 17:57 Uhr
Alle vier Jahre wieder

Was für den SV Wacker Obercastrop glücklich begann, könnte mit einem „Happy-End“ gekrönt werden: Der Bezirksligist steht am Samstag (4.) im Finale der Fußball-Stadtmeisterschaft gegen den SuS Merklinde.

Finale: SV Wacker Obercastrop - SuS Merklinde (Sa., 17.00 Uhr, Erin-Kampfbahn). Zum sechsten Mal in Folge sind die Wackeraner ins Endspiel eingezogen. Dabei stand das Team des Ausrichters der 17. Feld-Titelkämpfe in der ersten Runde schon dicht vor dem Aus. Mit einem 6:5-Sieg nach Elfmeterschießen gegen den A-Ligisten SG Castrop zitterte sich der Bezirksligist ins Viertelfinale.

Jetzt geht es gegen den Bezirksligisten SuS Merklinde um den Titel. Eigentlich hätte man es wissen können. Denn ein Blick in die Chronik der Feld-Stadtmeisterschaften zeigt: Alle vier Jahre wieder stehen sich diese beiden Teams im Finale gegenüber. Im Jahr 2008 gewann der SuS Merklinde im Elfmeterschießen mit 7:6 (4:4) gegen die Wackeraner. Und wieder vier Jahre zuvor, 2004, da hatte sich der SV Wacker mit einem 4:0 gegen die Merklinder den zweiten Titel nach 2003 geholt.

Heute also der dritte Streich zwischen den beiden Bezirksligisten aus dem Süden der Stadt. Eine Begegnung, die durchaus ein paar Reizpunkte setzt. Der ehemalige SuS-Trainer Toni Kotziampassis gibt jetzt bei Wacker den Ton an, hat die Nachfolge von Dauer-Coach Uwe Esser angetreten. „Für uns ist das kein Problem“, sagt Merklindes Co-Trainer Martin Broll vor dem Wiedersehen mit Kotziampassis, der seinerzeit durch seinen „Last-Minute-Wechsel“ nach Essen (U23-Trainer) am Fuchsweg alles andere als helle Freude ausgelöst hatte. „Das ist doch Schnee von gestern“, schiebt Broll hinterher.

Für den Merklinder Coach Marco Gruszka, der wegen einer Oberschenkel-Verletzung im Halbfinale gegen den VfB Habinghorst (4:0) pausieren musste und auch für das Finale noch ein „Wackelkandidat“ gilt, ist klar, dass sein Team in der Finalpartie gegen Wacker mehr gefordert werden wird als am Donnerstag gegen den geschwächten VfB Habinghorst. „Wir müssen enorm zulegen, aber wir werden uns am Gegner steigern“, verspricht Gruszka.

Sein Gegenüber Toni Kotziampassis musste kurzfristig noch eine Hiobsbotschaft hinnehmen: Sven Maier, der im Halbfinale gegen den FC Frohlinde eine ganz starke Leistung gezeigt hatte,. musste seinen Treffer zum 2=-Endstand teuer bezahlen. Er wurde mit einem Kreuzbandriss ins Krankenhaus eingeliefert, ist bereits operiert. „Das ist total schade für Sven, er war auf einem guten Weg“, sagte SVWO-Sprecher Martin Janicki, „glücklicherweise haben wir einen breit aufgestellten Kader und hoffen natürlich, dass wir den Ausfall kompensieren können“.

Für Janicki wäre der Titelgewinn das berühmte „i“-Tüpfelchen: „Wir sind Ausrichter, stehen im Finale. Da wäre der Stadtmeistertitel eine tolle Sache“. Das sieht der SuS Merklinde sicher anders.

Spiel um Platz drei: VfB Habinghorst - FC Frohlinde (Sa., 15.00 Uhr, Erin-Kampfbahn). Um die „bronzene Ananas“ geht es am Samstag für den Bezirksligisten VfB Habinghorst und den A-Ligisten FC Frohlinde. Die Truppe des FCF-Trainers Jürgen Litzmanski hatte in der ersten Runde den Titelverteidiger BG Schwerin mit 2:1 ausgeschaltet und musste sich am Mittwoch im Halbfinale gegen Wacker Obercastrop mit 0:2 geschlagen geben. Die neu formierte Truppe des VfB-Trainers helmut Schulz zog mit zwei Siegen gegen B-Ligisten (SuS Pöppinghausen, Victoria Habinghorst) ins Halbfinale ein und musste sich da am Donnerstag mit 0:4 den SV Wacker geschlagen geben.

Jörg Bollenbach



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