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Castrop-Rauxel

Adlern droht die nächste Flatter

20.06.2007 | 08:30 Uhr

Rauxeler sollen nach Pöppinghausen "umziehen", weil sich Fußball- und Leichtathletiktraining im Stadion an der Bahnhofstraße nicht vereinbaren lassen. Aber SV Dingen käme als kickender Nutzer in Frage

SPORTPOLITIK SPORTSTÄTTENKONZEPT Es ist nicht zu übersehen. Dem alten Stadion an der Bahnhofstraße geht es an den Kragen. Das neue Schmuckstück im Sportstättenkonzept der Stadt nimmt Formen an, ebenso wie das neu entstehende Clubheim der SG Castrop. Über die baulichen Maßnahmen hinaus, hat die Stadt aber auch Bewegung in die Vereinslandschaft gebracht.

Das neue Konzept sieht nämlich vor, dass Adler Rauxel einmal mehr umziehen soll. Einmal mehr, weil der Klub bereits in den 80-er Jahren vom Stadion zum Stadtgarten umziehen musste (Verbandsligist BG Schwerin brauchte einen Rasenplatz).

Dann in den 90-ern, nach der Fusion zwischen BW Obercastrop und Wacker Castrop, ging es wieder zurück (Schwerin war in die Bezirksliga abgestiegen). Nach Aussage der Adler-Vertreter sei ihnen damals gesagt worden, "das ist jetzt aber endültig". Man hatte sich damit abgefunden.

Und nun? Diesmal sollen die Adleraner auf die Sportanlage des SuS Pöppinghausen, so sehen sie es, "abgeschoben werden." Vom Dorf Rauxel, wo der Verein entstand, über das Stadion, in den Stadtgarten und nun nach Pöppinghausen. Dieses Vorhaben erntet bei Adlers Geschäftsführung nur Kopfschütteln. Andere Möglichkeiten aber seien seitens der Stadt nach Adler-Aussage "gar nicht in Erwägung gezogen worden."

Hauptbegründung der Verwaltung: "Das Stadion ist demnächst Leichtathletik-Stützpunkt für alle Castrop-Rauxeler Leichtathleten und der gemeinsame Trainingsbetrieb verträgt sich nicht," so die Aussage von Winfried Hetzel, dem Leiter des Bereichs Sport und Bäder.

Die SG trainiert aber weiterhin im Stadion. Das allein ist zumindest ein wenig fragwürdig.

Richtig kurios aber wird die Geschichte dadurch, dass nicht nur Adler, sondern auch der SV Dingen noch im Spiel ist. Die Dingener, die bereits eine Zusage für eine Übernahme des Sportplatzes an der Westheide hatten, sollen nach ihren letzten Informationen ins Stadion umziehen, da einer Dingener Eigenregie an der Westheide seitens der Stadt nicht zugestimmt würde.

Das allerdings wäre nicht im Sinne von Hetzel, der einer Dingener Sportplatzübernahme "positiv gegenüber" stehe, wie er im Gespräch klar machte. Die Politiker scheinen das allerdings anders zu sehen.

Sollte Dingen aber ins Stadion an der Bahnhofstraße wechseln: Spätestens dann wäre das Argument vom unvereinbaren Trainingsbetrieb von Fußballern und Leichtathleten hinfällig, merken die Klubvertreter von Adler Rauxel an.

Vor allem, wenn man bedenkt, dass Dingen drei Seniorenteams und vielleicht sogar zwei Jugendmannschaften ins Rennen schicken will."Das ist jetzt aber endgültig"

Von Oliver Maskut

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