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Beachtennis – Deutsche...

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30.08.2010 | 14:03 Uhr
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Schaut man sich ein bisschen im Beachtennis um, kommt man um zwei Namen gar nicht herum: Timo Jogwer und Jan Nottenkämper. Die beiden Herner, die seit Jahren für den RV Rauxel auch im „normalen“ Tennis erfolgreich aufschlagen, sind die Beachtennis-Spieler überhaupt in Deutschland.

Zum Sand kamen sie mehr oder weniger durch einen Zufall: „Jan und ich sind auf die Ausschreibung der ersten westfälischen Meisterschaft aufmerksam geworden und wussten irgendwie intuitiv: das ist ein Sport für uns“, erinnert sich Timo Jogwer, der neben seiner Karriere im Sand auch noch Vorsitzender der Tennisabteilung beim Ruderverein Rauxel ist.

Solche Zufälle lässt man sich allerdings gerne mal gefallen, sind die beiden Teamkollegen doch mittlerweile sieben Mal in Folge deutsche Meister im Herren-Doppel geworden.

Das könnte aber neben einem gewissen Talent wohl auch daran liegen, dass die Art Beachtennis, wie sie hierzulande gespielt wird, sehr mit dem Tennis verwandt ist: „Man zieht einfach seine Schuhe aus und spielt. Nur eben auf Sand,“ erklärt der 34-jährige RVR-Akteur.

Anders ist das, wenn „Paddles“ zum Einsatz kommen. Die aus Carbon bestehenden Schläger hält er für keine passende Alternative, das sei eher ähnlich wie Beachvolleyball.

Insgesamt sieht Timo Jogwer im Beachtennis weniger einen Leistungs- als einen Ausgleichssport, sind es doch eher Sportsgeist und Freundschaft als Verbissenheit und Ehrgeiz, mit denen man zu einem Beachtennis-Spiel antritt. Sind es also quasi sieben Freundschaftsfinales gewesen, die Jogwer und Nottenkämper die deutschen Meistertitel eingebracht haben? Soweit will Jogwer dann doch nicht gehen: „Man kann doch abends einen trinken gehen und trotzdem am nächsten Tag versuchen, zu gewinnen!“

Zu den bald in Herne anstehenden 10. Deutschen Beach-Tennis-Meisterschaften (10. bis 12. September) sagt der amtierende deutsche Meister im Herren- und Mixed-Doppel voller Zuversicht: „Könnte ganz gut werden“, auch wenn er sich über den Austragungsort nur mäßig freuen kann. Nicht etwa, weil er Herne nicht für einen geeigneten Ort und die Akademie-Mont-Cenis nicht für eine angemessene Lokalität hält; nein, diese Meinung ist eher von eigennütziger Natur: „Als die neunte DM in Berlin stattfand, war das wie ein paar Tage Urlaub. Jetzt kann ich mit dem Rad hinfahren.“ Das könnte allerdings auch das Aufwärmprogramm verkürzen.

Aufwärmen kann er sich aber vor der DM auch schon bei der 9. Westfälischen Beach-Tennis-Meisterschaft, die am kommenden Wochenende (4./5. September) wie gewohnt im Gysenbergpark in Herne stattfindet.

Natürlich treten auch dieses Jahr Timo Jogwer und Jan Nottenkämper wieder gemeinsam in Aktion, wie vom ersten Turnier an. Im Mixed gab es da schon mehr Variation: als Jogwers erste Partnerin wegzog, spielte er bis zum letzten Jahr mit Carolin Ruhmann. in diesem Jahr steht ihm Nadine Wroblewski zur Seite.

Nina Lunemann

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