Zwischen Wettrüsten und Zittern

Gegen Burgaltendorf (blau) gelang dem VfB der bislang einzige Sieg.
Gegen Burgaltendorf (blau) gelang dem VfB der bislang einzige Sieg.
Foto: Frank Oppitz
Der VfB Bottrop startet in zehn Tagen in die Rückrunde, insgesamt sieben Teams befinden sich in akuter Abstiegsgefahr. Zeit also für einen Blick auf die Konkurrenz.

Bottrop..  In zehn Tagen rollt auch beim VfB Bottrop wieder der Ball. Dann reichen sich im Tabellenkeller wieder allwöchentlich Freude und Angst die Klinke in die Hand. Sieben Teams befinden sich in unmittelbarer Abstiegsgefahr. Als Tabellenzwölfter muss die Elf von Trainer Mevlüt Ata mindestens zwei Plätze gut machen, will sie den Abstieg noch verhindern. Zeit also für einen Blick auf die Konkurrenz.

SF Königshardt (14.)

Die Sportfreunde hatten als Aufsteiger vom ersten Spieltag an einen schweren Stand in der Liga. Einen ihrer vier Punkte (kein Sieg, vier Unentschieden) holten sie durch ein 0:0 beim VfB. Die Oberhausener haben den Klassenerhalt aber noch nicht abgeschrieben: fünf Abgängen stehen sechs spielerische Verstärkungen gegenüber. So konnte mit Daniele Kowalski ein Stürmer verpflichtet werden, der nach seiner Zeit bei Sterkrade-Nord für ein halbes Jahr in der Oberliga für den VfB Homberg auf Torejagd ging. Die personelle Frische scheint sich auszuzahlen: sieben Testspiele, sieben Siege.
Prognose: Die Oberhausener werden eine bessere Rückrunde spielen, der Aufsteiger wacht aber wohl zu spät auf.

Vogelheimer SV (13.)

Die Essener mussten als Tabellenvorletzter im Winter ebenfalls eine Reaktion zeigen und verpflichteten neben zahlreichen anderen Kickern auch Marc Grobri, den man im Jahnstadion noch bestens kennen dürfte. Sieben Punkte konnte die Mannschaft vom Lichtenhorst in der Hinrunde sammeln, die Rückrundenvorbereitung verlief aber wenig erfolgreich. Nur einen Sieg konnte Vogelheim in sieben Spielen einfahren, dazu hagelte es 29 Gegentore.
Prognose: So sehr sich die Essener auch bemühen, die Hypothek dürfte am Ende zu hoch sein – Abstieg.

SV Burgaltendorf (11.)

Der zweite Essener Vertreter steht etwas besser da, konnte immerhin 13 Zähler sammeln und hat somit Tuchfühlung zum rettenden Ufer. Der VfB erinnert sich gerne an Burgaltendorf, immerhin gelang gegen den SV der einzige Saisonsieg (3:1). Die Essener scheinen auf bewährte Kräfte zu vertrauen, Verstärkungen blieben aus. In sieben Testspielen gelangen fünf Siege, allerdings wurde fast ausschließlich gegen unterklassige Gegner getestet.
Prognose: Burgaltendorf dürfte bis zum Schluss ein arger Konkurrent des VfB sein, auch für den SV wird es extrem schwer.

PSV Wesel-Lackhausen (10.)

Der Tabellenzehnte aus Wesel ist eigentlich die wohl größte Enttäuschung der Hinrunde, immerhin wurde der Oberligaabsteiger trotz Personal-Umbruch tabellarisch weiter oben erwartet. Die Weseler sammelten 14 Punkte und stehen somit nur knapp über dem Strich, doch auch sie verstärkten sich im Winter nicht. In der Vorbereitung konnten nur zwei von vier geplanten Tests absolviert werden, davon wurde einer gewonnen.
Prognose: Die Rechnung für Wesel wird womöglich eine teure, der zweite Abstieg in Folge ist nicht unrealistisch.

VfB Speldorf (9.)

Ein weiterer Oberligaabsteiger dümpelt in den Niederrungen der Landesliga rum, auch die Mülheimer waren durch nur 15 gesammelte Punkte enttäuscht gestimmt und reagierten im Winter mit hochkarätigen Zugängen. Drei Spieler aus der Oberliga, dazu einer aus der Regionalliga – Speldorf macht ernst und lässt dabei auch den Geldbeutel ordentlich klingeln. Vier von fünf Testspielen wurden gewonnen.
Prognose: Sollte Speldorf die teuren Neuen gut integrieren, dürften sie nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

SF Niederwenigern (8.)

Der Vorjahresvierte ließ in der Hinrunde einige Federn und hatte vor allem mit defensiven Problemen zu kämpfen. Mit 18 Punkten haben die Hattinger ein Polster von fünf Zählern auf die Gefahrenzone – gänzlich aus dem Schneider sind sie aber noch nicht. Die Sportfreunde hatten im Winter weder Zu-, noch Abgänge zu verzeichnen, konnten aber keines ihrer sieben Testspiele gewinnen (fünf Niederlagen).
Prognose: Niederwenigern dürfte den Klassenerhalt schaffen, stellt für den VfB Bottrop durch die Defensivschwäche aber einen schlagbaren Gegner dar.

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