Zwei neue Bottroper Trainer debütieren in der Bezirksliga

Mark Skrowonek (l.) und der SV Fortuna
Mark Skrowonek (l.) und der SV Fortuna
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Trainerrücktritt, Trainerbeurlaubung, Derbysieg – über Langeweile und Routine brauchten sich die Bottroper Bezirksligisten in den jüngsten Tagen nicht beklagen. Sonntag geht es weiter.

Bottrop..  Trainerrücktritt, Trainerbeurlaubung, Derbysieg – über Langeweile und Routine brauchten sich die Bottroper Bezirksligisten in den jüngsten Tagen nicht beklagen. Wie lautet der sogenannte chinesische Fluch, der wie ein wohlgemeinter Wunsch klingt? „Mögest du in interessanten Zeiten leben.“


SV Fortuna Bottrop – SC Phönix Essen (So., 15.15 Uhr): Drei Spiele innerhalb von acht Tagen liegen vor dem Tabellenfünften, von der Maximalausbeute will der SV Fortuna so viel wie möglich aufs Habenkonto einzahlen. „Bereits elf Spieltage vor dem Saisonende haben wir die Möglichkeit, unsere Bilanz auf 36 Punkte zu stellen. So schön der letztwöchige Derbysieg gegen Rhenania auch ist: Es geht weiter am Sonntag und wir müssen den Kopf schnell freikriegen“, erklärt Marco Hoffmann mit Nachdruck und verlangt von seiner Mannschaft, sich erneut zu strecken.

Im Hinspiel trennte man sich in Essen 1:1, unter damals suboptimalen Bedingungen eine zufriedenstellende Ausbeute. Auf Rheinbaben sind die Voraussetzungen andere, ein Sieg zum Auftakt der englischen Woche ist das Ziel. „Ein Unentschieden hält zwar Phönix auf Distanz, aber dann müsste man schauen: Was passiert sonst noch unter uns?“ Im Training standen Spielformen auf dem Programm, die sich dem widmeten, was im Spiel gegen Rhenania noch fehlte, namentlich der positive Ballbesitz. „Wir wollen schnell in die Begegnung kommen und das Spiel in die gegnerische Hälfte tragen.“

Dostlukspor Bottrop – DJK Katernberg 19 (So., 15 Uhr): Süleyman Olgur, Fußballobmann bei den Bottropern und Trainer der ersten Mannschaft bis zum Saisonende, schickt ein neu formiertes Team in das Duell gegen den Tabellennachbarn. „Wir machen den Spielern keinen Druck. Wenn sie alles, was Kopf und Körper hergeben, in dieses Spiel stecken, dann reicht mir das.“

Der Ernst der Lage sollte ohnehin jedem Beteiligten klar sein. Nach der 0:8-Pleite vor einer Woche, der dritten Niederlage in Folge, steht Dostlukspor auf einem Abstiegsplatz, noch dazu mit einen schwachen Torverhältnis. Zu Gast auf der Bezirkssportanlage an der Beckstraße ist der Tabellennachbar. Im Falle eine Niederlage zöge die DJK an Dostlukspor vorbei.

SC Werden-Heidhausen – Rhenania Bottrop (So., 15 Uhr): „Mit der ersten Woche bin ich sehr zufrieden, die Stimmung war überraschend gut. Das hat nichts mit dem Rücktritt von Oliver Dirr zu tun, sondern es gab da ein paar Dinge unter den Spielern, die hoffentlich jetzt ausgeräumt sind“, verriet Kai Wenderdel, der neue Chefcoach im Blankenfeld. „Und ich hoffe auch, das jetzt jeder begriffen hat, dass es nicht um einzelne Personen geht, nicht um mich oder um den Vorstand, sondern einzig und allein um den Verein.“

Positive Signalwirkung hatte man sich vom Derby erhofft, jetzt wollen Trainer und Team mit Erfolgen gegen direkte Konkurrenten Wegweisendes erreichen.„Es sind nur vier Punkte bis zu Platz elf, was ist das schon? Die Mannschaft hat das Potenzial für die Bezirksliga.“ Mit Samuel Kahnert, Vitalij Koch und Jan-Hendrik Kania wurden A-Jugendliche in den Kader berufen. Dennis Cziuraj und Dominik Wenderdel sind wieder im Training. Fehlen werden Kevin Wenderdel (gelbgesperrt) und die Urlauber Arthur Wcislo und Halil Memisoglu.