Westfalen-Teams wollen sich ordentlich verabschieden

Der VfB Kirchhellen (blau) will sich mit einem positiven Erlebnis in die Sommerpause verabschieden.
Der VfB Kirchhellen (blau) will sich mit einem positiven Erlebnis in die Sommerpause verabschieden.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Sportlich kommt den Partien der westfälischen Kreisliga nur noch eine geringe Bedeutung zu. Ralf Reiprich überreicht beim TSV Feldhausen nach 45 Minuten das Traineramt.

Bottrop..  Auch für die Teams vom Kreis Westfalen steht nun der letzte Spieltag an, sportlich kommt den Partien nur noch eine geringe Bedeutung zu.

Kreisliga A

VfL Grafenwald – SV Horst-Emscher 08 II (So., 15 Uhr): „Die Luft ist tatsächlich raus. Ich hätte mir gewünscht, dass Horst aus dem Tritt kommt, dann hätten wir am Sonntag ein Entscheidungsspiel um Platz vier gehabt“, sagt Grafenwalds Sven Koutcky, „so sind wir froh, dass wir nach dem Spiel in die Pause gehen können. Die ist ohnehin kurz genug.“ Das letzte Heimspiel soll die insgesamt gute Rückrunde des VfL abrunden. Die Gastgeber wollen sich aber keine weiteren Verletzungen einhandeln. So wird der angeschlagene Tobias Discher nicht spielen; Josua Garz, der zum VfB Kirchhellen zurückkehrt, erhält sein Abschiedsspiel im Tor der Grafenwälder. Betreuer Berthold van Oepen, der sich neuen Aufgaben zuwendet, soll auch ein paar Minuten auflaufen. „Er ist fit, schließlich hat er regelmäßig mit uns trainiert.“ Dazu will Aaron Drews nach langer Verletzungspause wieder auflaufen.

VfB Kirchhellen – Eintracht Erle (So. 15 Uhr): Bedeutungslos ist die Partie des VfB keinesfalls: Der Klassenerhalt steht für die Gäste auf der Kippe, der VfB geht motiviert ins Spiel. „Wir schenken hier nichts ab“, erklärt Christian Gabmaier mit Nachdruck. „Außerdem bleibt vom letzten Spiel auch immer was hängen.“ In den vergangenen Wochen deutete sich zudem an, dass der Konkurrenzkampf im Kader des VfB künftig präsenter sein wird: 19 Spieler nahmen jüngst am Training teil. Die Qual der Wahl hat Gabmaier dennoch nicht. „Warum sollten wir Änderungen vornehmen? Die Jungs haben das gegen Horst-Emscher sehr gut gemacht.“ Den Luxus, eine Aufstellung nicht ändern zu müssen, hatte der VfB-Coach nur selten. Er selbst wird aus der Ferne von dem Verlauf des letzten Saisonauftrittes erfahren - im Urlaub. „Bei der Buchung hatte ich nicht damit gerechnet, dass wir bis Mitte Juni spielen. Ein Unding, nicht mal vier Wochen Pause im Sommer und dafür fast drei Monate im Winter.“ Die Verantwortung an der Seitenlinie trägt Co-Trainer Kai Verstegge.

Kreisliga B

TSV Feldhausen – SV Hansa Scholven (15 Uhr): Ralf Reiprich führt sein Team in das letzte Spiel gegen den Tabellenführer – und übergibt es in der Halbzeitpause seinem Nachfolger Heiner Dieckmann. „Ich finde, es ist angebracht, das so zu tun“, so Reiprich, der nach vier Jahren als Trainer aufhört.

VfB Kirchhellen II – Anadolusport Gelsenkirchen (13.15 Uhr): Nachträglich wurde der Mannschaft von Rolf Krause der Sieg gegen Firtinaspor II aberkannt, die Chance auf einen Sprung unter die ersten Zehn der Liga ist dahin. Marcel Voßbeck hatte wochenlang nicht gespielt, war zuletzt aber für die erste Mannschaft aktiv, und hätte deshalb nachfolgend nicht in der Reserve eingesetzt werden dürfen.

SG Eintracht Gelsenkirchen II – VfL Grafenwald II (13.15 Uhr): Nach einer Unbeherrschtheit verlor die Grafenwälder Reserve gegen Hassel den Zugriff auf ein bis dahin souverän geführtes Spiel. „Gut, dass diese Begegnung nicht mehr wichtig war für den Klassenerhalt“, meint Trainer Michael Zolna. Umso mehr Wert werden die Grafenwälder auf eine durchgehend gute Leistung gegen die Eintracht legen.