VfB Bottrop sendet ein Lebenszeichen im Abstiegskampf

Der Kämpfer: Daniel Späth (Mitte) brachte den VfB erneut in Führung und traf auch zum 3:1.
Der Kämpfer: Daniel Späth (Mitte) brachte den VfB erneut in Führung und traf auch zum 3:1.
Foto: WAZ FotoPool
Im Kellerduell besiegt der VfB Bottrop den Vogelheimer SV mit 5:1. Daniel Späth und Ibrahim Akkaya treffen zweimal. Pause über die Ostertage.

Bottrop..  Aufatmen beim VfB und eine gelungene Rückkehr: Mit 5:1 siegten die Schwarz-Weißen im Abstiegsduell beim Vogelheimer SV. Es war der zweite Saisonsieg und Rückkehrer Daniel Späth erzielte bei seinem zweiten Einsatz von Beginn an zwei Tore.

Der Jubel war so groß wie die Begeisterung. „Der Knoten ist geplatzt. Die Jungs haben gemerkt, dass sie richtig guten Fußball spielen können“, freute sich VfB-Trainer Mevlüt Ata im Essener Regen. Richtig guter Fußball und der VfB – zwei Pole, die sich in den jüngsten Monaten eher abgestoßen hatten. Doch dann der Auftritt in Vogelheim: Mario Zoranovic hatte mit einem Traumpass über 40 Meter Ibrahim Akkaya in Szene gesetzt, der in der 90. Minute zum 5:1 traf. Es war das Sahnehäubcehn auf einem schmackhaften Fußballcocktail, den der VfB in den vorangegangenen Minuten gemixt hatte. Ata: „Der Sieg war auch für den Kopf extrem wichtig. Darauf müssen wir jetzt aufbauen.“

Viel wurde in den jüngsten Wochen über die Rückkehr von Daniel Späth diskutiert. Würde der einstige VfB-Kapitän an alte Leistungen anknüpfen können? Würden ihn die Kniebeschwerden schnell wieder ausbremsen? Späth zeigte von Beginn an, dass er als einziger Zugang im Winter doch eine große Hilfe im Abstiegskampf sein kann. Der 30-Jährige und Akkaya hatten gleich in den Anfangsminuten je eine Großchance, die allerdings ungenutzt blieben. In der 35. Minute war dann Mario Zoranovic aus der zweiten Reihe zur Stelle und brachte den VfB in Führung. Zwar glichen die sonst eher harmlosen Vogelheimer postwendend aus, die Bottroper ließen sich davon aber nicht verunsichern. Kurz vor dem Pausenpfiff war es Daniel Späth, der den Ball nach einer Hereingabe von Akkaya zur erneuten Führung über die Linie stocherte.

Die zweite Halbzeit gehörte dann ganz dem VfB. Erst erhöhte erneut Späth auf 3:1, dann sah Marc Grobri – vergangenes Jahr noch für den VfB und nun für Vogelheim am Ball – die Rote Karte (78.). In Überzahl ließen die Bottroper auch nicht nach, der VfB konterte munter drauf los und Akkaya trug sich zweimal in die Torschützenliste ein.

Selbstvertrauen konservieren

Der VfB und die Essener tauschen damit die Plätze, die Bottroper sind jetzt nur noch Drittletzter. Bei fünf Absteigern ist das allerdings noch längst nicht genug. Fünf Punkte trennen noch von einem Nichtabstiegsplatz, und der vor dem VfB liegende PSV Wesel-Lackhausen spielt erst heute – allerdings gegen den Tabellenzweiten FSV Duisburg. Nun gilt es für das Ata-Team, das wiedergewonnene Selbstvertrauen zu konservieren. Über Ostern ist nämlich frei, der VfB spielt erst am 12. April wieder bei den Sportfreunden Königshardt.