VfB Bottrop reist zum Landesliga-Abstiegsduell nach Essen

David Gajda (Mitte) wird dem VfB Bottrop gesperrt für drei Spiele fehlen.
David Gajda (Mitte) wird dem VfB Bottrop gesperrt für drei Spiele fehlen.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Wenn der VfB Bottrop am Sonntag beim Vogelheimer SV gastiert, zählt für die Schwarz-Weißen nur ein Sieg. Der Abstiegskrimi spitzt sich mit jeder Woche weiter zu.

Bottrop..  Es ist nicht lange her, da war die Hoffnung im Lager des VfB Bottrop noch groß – darauf, dass die Schwarz-Weißen eine verbesserte Rückrunde zeigen und den Klassenerhalt noch realisieren würden. Der Beginn war vielversprechend, dem 0:0 gegen Arminia Klosterhardt folgten aber zwei empfindliche Niederlagen.

Es war die Art und Weise, die für große Ernüchterung sorgte. Gegen Sterkrade-Nord verspielte die Elf von Trainer Mevlüt Ata zwei Führungen, gegen den Duisburger SV verlor sie trotz Führung noch mit 1:4 und beendete das Spiel zu neunt. Und zehn Spieltage vor dem Saisonende kommt es für die Bottroper nun zum wahren Abstiegskrimi: Am morgigen Sonntag gastiert der VfB beim Vogelheimer SV (15.30 Uhr). Mehr Endspielcharakter geht für die Ata-Elf nicht mehr, alles andere als ein Sieg würde den Abstieg fast schon besiegeln. „Solange wir rechnerisch noch alle Chancen haben, werden wir für unser Ziel kämpfen“, deutet Ata immer wieder an, dass er nach wie vor an seine Mannschaft glaubt. Die kämpft zweifellos in jedem Spiel, doch reichte es bislang viel zu selten zu Punkten.

„Das Pech zieht sich bei uns in einer Tour durch die gesamte Saison“, führt Ata fort. Doch für das Lamentieren über Pech und Unglück bleibt seinem Team keine Zeit, die Lage spitzt sich mit jedem weiteren verpassten Sieg zu. Acht Zähler haben die Schwarz-Weißen aktuell aufzuholen, nun gastieren sie zudem als Tabellenvorletzter bei den vor ihnen liegenden Essenern, die Rang zwölf inne haben. „Wir wissen, worum es für uns geht“, äußert sich der Trainer mit Blick auf die kommende Aufgabe. Auch er wird wissen: Gelingt am Essener Lichtenhorst nicht der zweite Saisonsieg, dürften die Planungen in Richtung Bezirksliga gehen.

Verzichten muss Ata auf die gesperrten Tano de Haan und David Gajda – beide fehlen dem VfB für drei Spiele. Richten müssen es somit die verbliebenen: „Sich auf dem Platz zerreißen“, wie es Ata beschreibt. Dazu die Pechsträhne hinter sich lassen – und für den überlebenswichtigen Erfolg sorgen.