VfB Bottrop geht mit 14 Neuen in die Saison

Für Trainer Mevlüt Ata und die Verantwortlichen vom VfB Bottrop gab es zuletzt viel zu tun: Viele Spieler wurden im Jahnstadion unter die Lupe genommen, mehr als ein Dutzend wurde schließlich verpflichtet.
Für Trainer Mevlüt Ata und die Verantwortlichen vom VfB Bottrop gab es zuletzt viel zu tun: Viele Spieler wurden im Jahnstadion unter die Lupe genommen, mehr als ein Dutzend wurde schließlich verpflichtet.
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Was wir bereits wissen
Der VfB Bottrop hat seinen Kader in der Sommerpause komplett umgekrempelt. Auch hochkarätige Zugänge mischen sich unter die neuen Gesichter der Elf von Trainer Mevlüt Ata.

Bottrop..  Die jüngste Saison, aber auch die vorhergegangenen Jahre, steckten den Verantwortlichen des VfB Bottrop noch lange in den Knochen. Es war immer das gleiche Lied: Saison vorbei, Spieler weg, Neuanfang. Nach fast jeder Spielzeit herrschte in der jüngeren Vergangenheit personell eine hohe Fluktuation, was Zu- und Abgänge betraf. Auch nun zeigen sich die Schwarz-Weißen aus dem Jahnstadion wieder komplett runderneuert, ganze 14 Zugänge nahmen bisher das Training im Jahnstadion auf.

Insgesamt können VfB-Trainer Mevlüt Ata und sein Team nun auf die Dienste von 28 Spielern zurückgreifen, die den Kader der bevorstehenden Bezirksligasaison bilden. „Daniel Späth und Fabian Blanik würden auch in die Bresche springen, wollen ansonsten aber vorerst kürzer treten. Auch Tano de Haan fehlt uns in der Vorbereitung“, sagt Ata. Auf drei Stammspieler der jüngsten Spielzeit muss die Ata-Elf also zunächst verzichten. Doch sehen sich die VfB-Verantwortlichen diesmal – im Gegensatz zu früheren Spielzeiten – dazu in der Lage, auf personelle Ausfälle mit adäquatem Ersatz zu reagieren. „Wir sind diesmal in der Breite gut aufgestellt. Ein voller Trainingsplatz sorgt auch bei den Jungs wieder für bessere Laune“, freut sich der VfB-Coach über die Neuen.

Dass der Bezirksligist dabei aber nicht nur auf den Faktor Quantität gesetzt hat, zeigt sich bei genauerer Betrachtung: Mit Ademir Mustic verstärkt ein Routinier den VfB, der in früheren Jahren schon für den SV 1911 Bottrop in der Landes- und Verbandsliga gekickt hat. Vor allem in der Offensive, der letztjährigen Problemzone der Schwarz-Weißen, wurde reagiert. Kenan Doric spielte vor seinem Engagement beim VfB Bottrop unter anderem schon für Fortuna Düsseldorf II und den DSC Wanne-Eickel. Er kann mehr als 100 Oberligaspiele in seiner Vita vorweisen. Alexander Tschalumjan ist der zweite Hoffnungsträger, von dem sich der Klub im Angriff einiges erhofft. „Alex hat mit seinen 24 Jahre schon viel Erfahrung gesammelt“, sagt Ata. Der Armenier stand bis zuletzt beim VfB Oldenburg unter Vertrag und spielte mit dem Regionalligisten vor vier Jahren in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Hamburger SV.

Ziele bleiben gleich

Ob sich die verheißungsvollen Transfers auch auf die bisher gesteckten Ziele der Mannen von Mevlüt Ata auswirken? „Wir halten an unseren bisherigen Plänen fest. Natürlich wollen wir in der Liga bestmöglich abschneiden, allerdings muss sich das Team erst einmal finden und auf das nötige Level in Sachen Fitness kommen“, beschwichtigt der Linienchef vom VfB. „Man darf von uns nicht zu viel erwarten. Dazu ergeben 14 neue Spieler nicht auf Anhieb eine funktionierende Mannschaft. Allerdings stimmen uns die bisherigen Trainingseindrücke sehr positiv.“

Mit Spannung darf darauf geschaut werden, wie sich der runderneuerte VfB in der Vorbereitung und auch zum Ligastart am 16. August schlägt. Am heutigen Donnerstagabend wird gegen den Landesligisten FSV Duisburg getestet, am morgigen Freitag geht es zum Auftakt des Axa-Cups gegen die Welheimer Löwen.