VfB Bottrop – das letzte Mal Landesligaluft im Jahnstadion

Marco Rinski (am Ball) zeigte mal wieder zahlreiche Paraden, doch auch er konnte die 0:3-Pleite des VfB Bottrop nicht verhindern.
Marco Rinski (am Ball) zeigte mal wieder zahlreiche Paraden, doch auch er konnte die 0:3-Pleite des VfB Bottrop nicht verhindern.
Foto: WAZ Fotopool
Was wir bereits wissen
Mit einer 0:3-Niederlage gegen den Meister aus Schonnebeck verabschiedet sich der VfB vom Heimpublikum. Personelle Änderungen zeichnen sich ab, der Verein ist nun gefordert.

Bottrop..  Am Ende gab es noch einmal lauten Applaus von der Tribüne. Mit zufriedenen Gesichtern gingen jene Richtung Kabine, denen der Beifall galt. Die anderen trotteten im Nieselregen wie geprügelte Hunde von dannen. Die applaudierenden Zuschauer waren die mitgereisten Fans der Spvgg Schonnebeck. Die VfB-Anhänger blieben still – es gab ja nicht viel zu beklatschen. Das letzte Heimspiel des VfB endete mit einer 0:3-Niederlage und der Befürchtung, dass sich der Landesligafußball auf viele Jahre aus dem Jahnstadion verabschiedet hat. Zumindest gibt es derzeit wenig Grund zur Hoffnung, dass die Schwarz-Weißen bald wieder zurückkehren könnten.

Denn mittlerweile zeichnet sich der personelle Aderlass ab. Mit Samuel Kahnert und Jan-Hendrik Kania kommen zwei Neue vom SV Rhenania, die Zahl der Abgänge ist momentan aber größer. Ramadan Ibrahim geht zum SV Zweckel, Daniel Späth tritt kürzer, Pascal Bauer geht zu den SF Stuckenbusch und auch Mohamed Bouterfas wird man wohl nicht mehr im VfB-Dress sehen. „Auch in der Bezirksliga wird es nicht leicht für uns“, weiß Ata.

Leicht hatten es die Bottroper auch gegen den Gast aus Essen nicht. Obwohl der Meister mit angezogener Handbremse spielte, viele Torchancen leichtfertig vergab oder schlichtweg vor dem VfB-Kasten ausrutschte. Der VfB, der kurzfristig auf Nico Albert (Arbeit), Fabian Blanik (krank), Michael Kiefer (verletzt) und Ibrahim Akkaya (gesperrt) verzichten musste, tat sein Möglichstes. Daniel Späth hatte sogar eine aussichtsreiche Torchance (20.) und zur Halbzeit lagen die Bottroper „nur“ 0:1 zurück.

In den zweiten 45 Minuten plätscherte die Partie weiter dahin, Kevin Wagener traf immerhin nochmal den Außenpfosten (62.). Dann zeigte Schonnebeck seine ganze Klasse und erhöhte innerhalb von gefühlten 20 Sekunden durch zwei Stellungsfehler der Hausherren auf 3:0 (82., 83.). Ohne die Paraden von Keeper Marco Rinski hätte es noch böser kommen können. „Das waren zwei Geschenke von uns“, sagte Ata.

In der kommenden Woche geht es für den VfB noch einmal zu den SF Niederwenigern. Dann ist es endgültig vorbei mit der Landesliga.